Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Zurückhaltend und höflich, diese Eigenschaften werden den Schweizer:innen nachgesagt. Und ihren Diplomat:innen erst recht. Das sei jedoch nicht zum Vorteil der Schweiz, sagt Ex-Diplomat Tim Guldimann. Er rät ihnen, offensiver zu werden.
Beste Grüsse aus Bern
Schweizer Diplomat:innen sollen in der Öffentlichkeit couragierter auftreten.
Ex-Diplomat Tim Guldimann plädiert in einem Interview im Tages-Anzeiger dafür, dass sich diplomatische Vertreter:innen politisch pointierter äussern sollen.
Ausländischen Vertreter:innen in der Schweiz scheint dieses öffentliche Auftreten nicht so schwer zu fallen, wie ein Brief der sieben wichtigsten westlichen Industrienationen an den Bundesrat zeigt. Darin wird gefordert, dass sich die Schweiz an ihrer Taskforce zum Aufspüren von Oligarchengeldern beteiligt.
Schweizer Botschafter:innen im Ausland melden sich höchst selten öffentlich zu Wort. Damit verspielen sie gemäss Guldimann grosses Potential. Er selbst hält sich ebenfalls nicht zurück und wirft dem Bundesrat vor, dass er sich in wichtigen aussenpolitischen Fragen – wie der Waffenlieferung in die Ukraine – nicht zusammenraufen kann.
- Das Interview des Tages-AnzeigersExterner Link (Bezahlartikel) mit Tim Guldimann, ehemaliger Diplomat in Berlin und erster Auslandschweizer-Nationalrat.
- Die Schweiz befindet sich in einem Spagat zwischen Neutralität und der Nato. Was eine Kooperation mit dem Verteidigungsbündnis kostet, zeigt mein Kollege Giannis Mavris in seinem Artikel auf.
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Aufatmen für Eltern beeinträchtigter Kinder: Die IV übernimmt Kosten doch.
Der Bund kürzt Finanzhilfen für behinderte Kinder. Das berichteten verschiedene Medien Anfang dieser Woche und auch wir haben diese News in unserem Briefing aufgenommen. Familien mit chronisch kranken Kindern müssten Dienstleistungen selber bezahlen. Etwa für die Miete von Geräten.
Nun gibt die IV Entwarnung: Familien, die zum Teil bereits happige Rechnungen erhalten haben, werden bei der Suche eines anderen Anbieters unterstützt. Die zusätzlichen Kosten werden übernommen.
Gemäss einem Bericht von SRF hat der Bund neue Tarife für Verträge mit den Anbietern für Medizinaltechnik ausgehandelt. Mit einer Firma gab es keine Einigung, weshalb die IV deren Kosten nicht mehr übernimmt und Rechnungen versandt wurden.
- Hier geht esExterner Link zum Bericht von SRF.
- Definitiv teurer geworden sind Grundnahrungsmittel. Bis zu 20% mehr müssen Konsument:innen mehr bezahlen als im März vor einem Jahr. Der Tages-AnzeigerExterner Link und SRFExterner Link haben darüber berichtet.
CS-Aus: Ueli Maurer hat sich im letzten Herbst mit SNB-Präsident Jordan getroffen.
Am Montag wurde in Zürich der Bööggverbrannt. Neben der Prognose zum Sommer (ganz schlecht), kamen auch andere Themen zur Sprache. Ehrengast und Alt Bundesrat Ueli Maurer sprach mit Medienschaffenden über den Niedergang der CS.
Maurer war von 2016 bis 2022 Finanzminister, im letzten Herbst traf er sich mit Thomas Jordan, Präsident der Schweizer Nationalbank und Marlene Amstad, Präsidentin der Finanzmarktaufsicht, um Szenarien wie Abwicklung, Zwangsverkauf der Credit Suisse sowie Einstieg in die SNB zu besprechen.
Maurer befürwortet heute eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK), welche Licht in die Sache bringen soll. Jetzt, so sagte er der Aargauer Zeitung, wäre er durchaus gern Finanzminister, um mitbestimmen zu können.
- Ueli Maurers Treffen mit SNB und Finma im letzten Herbst – der Artikel dazu in den CH Media-ZeitungenExterner Link (Bezahlartikel).
- Derweil erhöht die CS die Zinsen auf die Sparkonten.
Debatte über das Debakel der Credit Suisse: Diskutieren Sie mit!
Am kommenden Donnerstag zeichnen wir unsere nächste Sendung Let’s Talk auf. Mein Kollege Balz Rigendinger diskutiert mit den beiden Expert:innen Suzanne Ziegler und Marc Chesney über die Entwicklungen nach dem Erdbeben auf dem Schweizer Finanzplatz.Vielleicht auch mit Ihnen?
Zugeschaltet ist auch die SchweizerAutorin Laura de Weck.
Wir suchen Auslandschweizer:innen, die diese Debatte verfolgen und am Ende eine Frage stellen möchten. Die Aufzeichnung findet am 20. April, ca. 16 Uhr (CH-Zeit) statt.
Sind Sie interessiert? Dann wenden Sie sich bitte per E-Mail an Balz Rigendinger: Balz.Rigendinger@swissinfo.ch .
Unsere letzten Sendungen können Sie hier nachschauen:
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