Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Der grosse Bergsturz oberhalb von Brienz in den Bündner Bergen von letzter Nacht ist gut ausgegangen, niemand wurde verletzt. Gestern Nachmittag stürzte der Schweizer Radprofi Gino Mäder in der Königsetappe der Tour de Suisse schwer. Heute ist der 26-jährige Berner gestorben. Beides ereignete sich fast am selben Ort.
Herzliche Grüsse aus Bern
Jetzt ist der Bündner Berg gekommen: In der Nacht stürzten riesige Felsmassen bis vor das evakuierte Dorf Brienz.
Niemand hat die ungeheure Steinlawine gesehen, aber die Bewohner:innen des Albulatals haben das Donnern kurz vor Mitternacht gehört.
Als der Tag kam, wurde das Naturereignis sichtbar: Nur wenige Meter vor dem ersten Haus des Dorfes kam die Lawine zum Stehen. Menschen kamen keine zu Schaden. Strassen- und Schienenverkehr wurden unterbrochen, Reisende mussten Umwege und Verspätungen in Kauf nehmen.
Am Mittag haben die Gemeindebehörden die Phase Blau, die höchste Alarmstufe, auf die Phase Rot abgesenkt. Sie gehen also davon aus, dass keine unmittelbare Gefahr weiterer grosser Felsablösungen droht.
- So sieht es in Brienz (GR) nach dem Schuttstrom ausExterner Link – Vorher-Nachher-Bilder von SRF News.
- So knapp haben die Felsmassen Brienz GR verfehltExterner Link – Bilder und Berichte im Blick.
- TweetExterner Link der Gemeindebehörden Albula von heute Morgen mit dem Hashtag #GlückGehabt.
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Hiobsbotschaft für den Sport in der Schweiz und weltweit: Radrennfahrer Gino Mäder ist nach seinem schweren Sturz gestern in der Abfahrt vom Albulapass heute gestorben.
Der Berner, der als eines der grössten Schweizer Talente in der Ära nach Fabian Cancellara galt, wurde nur 26 Jahre alt.
Der verhängnisvolle Sturz geschah auf der gestrigen Königsetappe der Tour de Suisse, und das nur unweit des Orts, wo wenige Stunden später die Felsmassen Richtung Brienz stürzen sollten: In der superschnellen und wegen des schlechten Strassenbelags als äusserst gefährlich geltenden Abfahrt vom Albulapass kam Mäder in einem Linksbogen zu Fall und stürzte in ein Bachbett, wo er reglos liegen blieb. Ein mit ihm gestürzter Fahrer konnte den Unfallort auf eigenen Beinen verlassen. In der Abfahrt erreichten die Fahrer Spitzentempi von über 100 Kilometern pro Stunde.
Die genauen Umstände des Unfalls sind noch unklar. Die Staatsanwaltschaft und Polizei des Kantons Graubünden haben eine Untersuchung eröffnet.
Zahlreiche Fahrer hatten gestern im Ziel die Tour-Organisation kritisiert. Weltmeister und Tourfavorit Remco Evenepoel hätte eine andere Streckenplanung bevorzugt. «Ein Ziel auf dem Gipfel wäre perfekt gewesen», so der Belgier. Es sei keine schlaue Idee, «uns die gefährliche Abfahrt fahren zu lassen. Aber es braucht offenbar immer noch mehr Spektakel. Es muss wohl einfach etwas passieren, damit man reagiert».
- Gino Mäder nach Tour-de-Suisse-Sturz verstorbenExterner Link – Nau.
- Fahrer kritisieren Tour de Suisse nach Mäder-SturzExterner Link – Nau-Zweitbericht.
- Mitteilung seines Teams Bahrain VictoriousExterner Link zum Tod seines Fahrers Gino Mäder (in Englisch).
- Nach Sturz an der Tour de Suisse: Gino Mäder erliegt den schweren VerletzungenExterner Link – Bericht der Neuen Zürcher Zeitung (Paywall).
- Traurige Gewissheit: Mäder erliegt im Spital seinen VerletzungenExterner Link – Beitrag von SRF News.
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Das Schweizer Schulsystem gilt als gut bis sehr gut. Aber wie steht es um die Inklusion von Kindern mit Behinderungen?
Laut Bundesverfassung haben alle Kinder Anrecht auf Unterricht an inklusiven Schulen. Also auch solche mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung.
Doch noch immer werden solche diskriminiert. Deshalb fordern Behindertenverbände ein rasches Vorwärtsmachen bei der Inklusion.
Die Lehrer:innen sehen den Prozess etwas anders. Ihr Verband plädiert für «Vielfalt in der Vielfalt». Darin sind auch die speziellen Unterrichtsformen für betroffene Kinder enthalten wie etwa die bisherigen Sonderklassen oder -schulen.
- Schulen in der Schweiz: Zwischen Inklusion und Exklusion – Beitrag von SWI-Mitarbeiter Luca Beti.
- Unser Land schliesst 20 Prozent der Bevölkerung aus – Meinungsbeitrag von Nationalratspräsident Martin Candinas für SWI swissinfo.ch.
- Schweiz bei Behinderten-Gleichstellung unter Zugzwang – mein Bericht von 2017 zu einer Lücke, die heute noch weitgehend so besteht.
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Am Wochenende strömen tausende Sänger:innen nach Zug, wo sie am Eidgenössischen Jodlerfest sich und die Tradition zelebrieren.
Die Schweiz wird musikalisch gesehen praktisch überall auf der Welt auf das Jodeln reduziert. Alle drei Jahre findet der Höhepunkt für die Aktiven wie für die Fans des traditionellen Volksgesangs statt.
Zug, das Zentrum der Schweiz für Steueroptimierung, Briefkastenfirmen, Nachrichtentechnik und Kryptotechnologie, verwandelt sich in eine riesige Festhütte. In Kirchen, Schulen, Sälen und auf den Plätzen: Überall dominieren Jodler:innen, Alphornbläser:innen und Fahnenschwinger:innen.
An die 150’000 Besucher:innen dürften ans Fest in der Zentralschweiz strömen.
Eine Attraktion jedoch ist abgesagt: Die Show der Patrouille Suisse. Nachdem sich gestern bei der Probe zwei Jets gestreift haben (siehe gestriges Briefing), sagt die Armee den Auftritt der Kunstflugstaffel ab.
- Schwerpunkt der Zuger ZeitungExterner Link mit Ticker zum Grossanlass.
- Zug in Feststimmung: Drei Tage Jodeln, Fahnenschwingen und AlphornblasenExterner Link – Blick.
- Das Eidgenössische Jodlerfest in Zug: Die Oase des Friedens und der FreudeExterner Link – Vorbericht der Luzerner Zeitung.
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