Arbeiten für Verkehrsmassnahmen am Berner Henkerbrünnli bewilligt
Während das Herzstück der geplanten Bau- und Verkehrsmassnahmen im Zusammenhang mit dem Ausbau des Bahnhofs Bern weiter blockiert ist, geht es an anderer Stelle vorwärts. Die Teilbaubewilligung für die Arbeiten im Raum Bollwerk/Henkerbrünnli liegt vor.
(Keystone-SDA) Die Arbeiten starten im Sommer 2027 und dauern drei Jahre. Sie haben zum Ziel, dass der Verkehr nach der Eröffnung des ausgebauten Bahnhofs Bern, voraussichtlich 2031, trotz grösserem Personenaufkommen flüssig fliesst.
Dafür muss der motorisierte Individualverkehr auf der Achse vom Inselplatz über den Bubenberg- und Bahnhofplatz bis zum Raum Bollwerk reduziert werden.
Im Gebiet Bollwerk, Schützenmattstrasse, Henkerbrünnli und Neubrückstrasse bedingt dies verschiedene Massnahmen, wie die Stadtberner Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün am Mittwoch mitteilte.
Unter anderem werden die Buslinien 11 und 21 und der Veloverkehr Richtung Bierhübeli neu im Gegenverkehr durch die Neubrückstrasse fahren und müssen die Reitschule nicht mehr umfahren. Am Bollwerk wird eine Fahrspur für den motorisierten Verkehr aufgehoben. Am Knoten Henkerbrünnli wird das Linksabbiegen von der Schützenmattstrasse in die Neubrückstrasse nicht mehr möglich sein.
Zudem sind Aufwertungsmassnahmen vorgesehen, darunter die Pflanzung von sieben zusätzlichen Bäumen und eine Neugestaltung des Klee-Platzes.
Bahnhoferweiterung für die Zukunft
Mit dem Grossprojekt «Zukunft Bahnhof Bern» soll dieser für die kommenden Jahrzehnte ausgebaut und fit gemacht werden. Der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) baut unterhalb der bestehenden SBB-Gleise einen neuen Bahnhof. Die SBB erstellt eine zweite Personenunterführung mit neuen Bahnhofzugängen beim Bubenbergzentrum und bei der Länggasse.
Die Aufgabe der Stadt ist es, sicherzustellen, dass die Reisenden rasch und sicher zum neuen Bahnhof gelangen können. 2021 sagten die Stadtberner Stimmberechtigten Ja zum Ausführungskredit für die Bau- und Verkehrsmassnahmen.
Herzstück der Massnahmen ist der Bau einer Personenpassage vom Hirschengraben direkt in den neuen Bahnhofzugang Bubenberg. Dagegen wurden Beschwerden erhoben, die noch hängig sind.