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Fasnächtler protestiert 1939 gegen das Frauenstimmrecht

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Können Sie sich das heute noch vorstellen? Vor 50 Jahren engagierten sich manche Frauen politisch dafür, weiterhin kein Wahlrecht zu haben.

Herzliche Grüsse

Plakat gegen Frauenstimmrecht
(Graphische Sammlung, Schweizerische Nationalbibliothek/NB)

Vor 50 Jahren nahmen die Luzerner Männer das Frauenstimmrecht auf kantonaler Ebene an. Die Onlineplattform Zentralplus hat mit einer Historikerin unter anderem darüber gesprochen, warum vor allem gebildete Frauen gegen das Frauenstimmrecht lobbyierten.

Die aktiven Frauenstimmrechts-Gegnerinnen waren meist gut situiert und gebildet, sagt die Historikerin Silvia Hess, die an der Universität Luzern unterrichtet.

Ein Beispiel: Josefine Steffen-Zehnder, Präsidentin des Bunds der Luzernerinnen gegen das Frauenstimmrecht. Sie war promovierte Historikerin, Mutter dreier Kinder und leitete das Studentenheim in Luzern. «Sie muss eine gute Rednerin gewesen sein. Eine blitzschnelle Frau, die keine Angst hatte, vor anderen ihre Meinung zu sagen», so Hess.

Nicht Konfession, Region oder finanzieller Hintergrund seien ausschlaggebend gewesen, ob eine Frau zur Verfechterin oder Bekämpferin des Frauenstimmrechts wurde, sondern die persönlichen Erfahrungen. «Ob einem die strikte Trennung von Männer- und Frauenrollen Sicherheit gab oder ob man diese als ungerecht empfand, weil man beispielsweise nicht den Beruf ausüben konnte, den man wollte», so Hess.

Kriegszerstörung
Iha

Ein Auslandschweizer flüchtet mit seinen Kindern vor dem Berg-Karabach-Konflikt in die Schweiz. Denn seit zwei Wochen gilt in Armenien und Aserbaidschan Kriegsrecht. Meine Kollegin Melanie Eichenberger hat mit dem Auslandschweizer gesprochen.

Zwischen Armenien und Aserbaidschan schwelt seit Jahrzehnten ein Konflikt in der Region Berg-Karabach. Ende September ist er erneut eskaliert.

Daniel Zurfluh lebt seit rund fünf Jahren mit seiner armenischen Frau und seinen beiden Kindern in Eriwan, der Hauptstadt Armeniens.

Nach dem Angriff Anfang Oktober auf einen Militärflughafen in Aserbaidschan befürchtete er Gegenmassnahmen, die über die Region Karabach hinausgehen könnten. Deshalb floh der IT-Outsourcing-Berater mit seinen Kindern in die Schweiz. Die Ehefrau bleibt aus beruflichen und familiären Gründen in Armenien.

  • Das Interview und weitere Artikel zum Thema finden Sie auf swissinfo.ch.
  • Wie andere Länder in den Konflikt involviert sind, erklärt die Deutsche WelleExterner Link.
  • Die neusten Entwicklungen und Hintergründe des Konflikts hat die NZZExterner Link zusammengetragen (Paywall).
Maske am Boden
© Keystone / Gaetan Bally

Die Situation in der Schweiz bezüglich Corona ist wieder ernst. Das Bundesamt für Gesundheit meldete am Dienstag 1445 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages.

Der Trend ist auf sehr hohem Niveau sehr stark steigend: Der 7-Tage-Schnitt liegt bei 1176 Ansteckungen. Das sind 153 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Die Positivrate im 7-Tage-Schnitt liegt aktuell bei 9,8 Prozent. Damit ist der kritische Schwellenwert von fünf Prozent überschritten. Gemäss WHO steigt nun das Risiko, dass die gemeldeten Fallzahlen kein verlässliches Bild abgeben, wie sich das Virus ausbreitet.

Bertrand Kiefer, Direktor und Chefredaktor der Schweizerischen Ärztezeitung, schreibt in einem Meinungsartikel auf swissinfo.ch, dass während der Pandemie zwar über vieles gestritten wird. Aber über die dringende Notwendigkeit, das globale Wirtschaftsmodell umzugestalten, gebe es keine Kontroverse, keine Grundsatzdebatte, nicht einmal eine Verschwörungstheorie.

Eine Frau lächelt in die Kamera
© Keystone / Peter Klaunzer

Gestern schrieb ich Ihnen, das geplante Rahmenabkommen der Schweiz mit der EU bleibe ein Dauerbrenner. Schon heute kann ich Ihnen wieder Neues berichten.

Laut Tages-Anzeiger verliert EU-Chefunterhändler Roberto Balzaretti den Titel als Staatssekretär und wird als neuer Botschafter nach Frankreich versetzt. «Balzarettis Absetzung kommt einem Eklat gleich», so der Tagi. «Denn [Aussenminister] Cassis fällt den Personalentscheid nicht aus freien Stücken.»

Als Kronfavoritin für den freiwerdenden Posten nennt der Tages-Anzeiger die Schweizer Botschafterin in Frankreich, Livia Leu Agosti. Der Blick hingegen nennt Namen wie Migrationschef Mario Gattiker, Thomas Greminger, ehemaliger Generalsekretär der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), oder Urs Bucher, derzeit Leiter der Schweizer Mission in Brüssel. Was an den Gerüchten dran ist, erfahren wir morgen.

Die Onlineplattform Republik interviewte den ehemaligen Spitzendiplomaten Jakob Kellenberger, der für die Schweiz die Bilateralen I mit der EU aushandelte. Ihn stört, dass das Rahmenabkommen totgesagt wird.

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