The Swiss voice in the world since 1935
Sarg wird weggetragen

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Erinnern Sie sich an Günther Tschanun? Die Behörden trauten dem Amokläufer auch nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis nicht über den Weg. Doch der Vierfachmörder ist vor einigen Jahren bei einem Velo-Unfall ums Leben gekommen, wie erst jetzt bekannt wurde.

Herzliche Grüsse

Zusammengebunden Stühle
Keystone / Salvatore Di Nolfi

An seiner heutigen Sitzung hat sich der Bundesrat über das Rahmenabkommen mit der EU beraten sowie über weitere Lockerungen der Corona-Massnahmen entschieden.

Der Bundesratssprecher bestätigte, der Bundesrat werde «in den nächsten Tagen Kontakt zu Brüssel» haben, wollte aber nicht mehr dazu sagen.

Bezüglich Corona-Regime entschied der Bundesrat deutliche Lockerungen: Ab dem 19. April dürfen Aussenbereiche von Restaurants, Sportanlagen und Kulturbetriebe wieder öffnen. Präsenzunterricht an Hochschulen ist wieder möglich.

Eigentlich wären vier von fünf Richtwerten für Lockerungen nicht erfüllt. Es sei nun möglich, ein gewisses Risiko einzugehen, so Gesundheitsminister Alain Berset an der Pressekonferenz.

Mann vor Stehpult
Keystone / Laurent Gillieron

Nestlé will bis 2050 unter dem Strich keine Klimagase mehr ausstossen. Der Nahrungsmittelkonzern mit Hauptsitz in der Schweiz unterbreitet seinen Aktionären einen Klima-Aktionsplan.

In einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung präzisierte Paul Bulcke, Verwaltungsratspräsident des Nestlé-Konzerns: Das Ziel, keine Klimagase bis 2050 mehr auszustossen, erfolge entlang der gesamten Wertschöpfungskette, was auch die Bauern als Zulieferer von Milch, Kakao oder Kaffee einschliesse.

Nestlé sehe sich selbst als verantwortliches Unternehmen. Das werde aber von aussen nicht so wahrgenommen. Bulcke will deshalb die Entfremdung zwischen Konzern und Gesellschaft überwinden.

In vielen Ländern der Welt gebe es ein Unbehagen. «In der Schweiz kommt das Unbehagen durch die Volksinitiativen schnell an die Oberfläche», so Bulcke. Die Schweiz sei deshalb eine Art Frühwarnsystem.

Günther Tschanun
Keystone / Str

Sie erinnern sich sicherlich an den Vierfachmörder Günther Tschanun. Eine Journalistin des Tages-Anzeigers hat herausgefunden, dass er vor ein paar Jahren bei einem Velounfall ums Leben gekommen ist.

Am 16. April 1986 erschoss der damalige Chef der Stadtzürcher Baupolizei, Günther Tschanun, vier Mitarbeiter mit einem Revolver – weil er sich von seinen Untergebenen gemobbt fühlte.

Der Kriminalfall beschäftigte die Schweiz wie kaum ein anderer. Manche Schweizerinnen und Schweizer solidarisierten sich mit dem «Mobbingopfer». Die Behörden hingegen hielten ihn für gefährlich und trauten ihm auch nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis nicht.

In einer aufwändigen Recherche fand Tagi-Journalistin Michèle Binswanger heraus, dass Tschanun nicht mehr am Leben ist. Andere Medien sprangen auf die Story auf, so dass der alte Fall nun die ganze Schweiz beschäftigt.

Ehepaar
màd

Ein Auslandschweizer erzählt uns, warum er nach einem vierjährigen Aufenthalt in Genf doch lieber wieder in die USA zog.

Der heute 85-jährige Thomas Voute wuchs in Crans-Montana im Kanton Wallis auf. In den 1960er-Jahren zog er aus beruflichen Gründen nach New York, wo er seine Frau kennenlernte und eine Familie gründete.

1991 zog er mit seiner Familie – wieder aus beruflichen Gründen – in die Schweiz zurück. Doch Voute spürte in seiner Heimat ein gewisses Unbehagen. Er findet die Schweiz kleinlich und kompliziert.

Die grösste Herausforderung war das Geld: «Ich verdiente zwar anständig, aber immer noch nicht genug, um die hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz zu decken. Ich musste auf meine Ersparnisse zurückgreifen, um zu überleben. Steuern, die Miete für ein Drei-Zimmer-Haus… alles war so teuer», erinnert er sich.

  • Den ganzen Artikel finden Sie auf swissinfo.ch.
  • Alle unsere Artikel zur Fünften Schweiz finden Sie hier.
  • Unser Forum für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer.

Mehr

Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Emilie Ridard

Kamen Sie nach einer Auswanderung zurück in die Schweiz, hatten aber Mühe sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren? Warum klappte das nicht?

Oder sind sie bereits mehrmals ausgewandert? Unter welchen Umständen? Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen!

24 Kommentare
Diskussion anzeigen
Lichtblick
Raaflaub, Christian (swissinfo)

Unsere Coronavirus Lichtblicke

Ein Jahr ist es her, dass die Coronavirus-Pandemie erstmals über den Globus hinwegfegte. Welche Strategien haben Sie sich ausgedacht, um das Leben trotz der Einschränkungen und Sorgen erträglich zu machen?

Erzählen Sie uns, wie Sie sich in diesen verrückten Zeiten beschäftigen und glücklich bleiben. Schicken Sie ein Video oder Bilder und eine Sprachnachricht an mailto:celine.stegmueller@swissinfo.ch. Ihre Geschichte wird in einer der nächsten Episoden erscheinen!

In dieser ersten FolgeExterner Link der zweiten Staffel unserer Serie geht es um den «Reise-Dienstag», einen wandernden Maler und Urban Gardening!

Meistgelesen
Archiv - Fünfte Schweiz

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft