Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Heute geht es um viel Geld, berühmte Schweizerinnen und Schweizer sowie ein hochrangiges Treffen, das nichts gebracht hat.
Herzliche Grüsse aus Bern
Er ist Auslandschweizer – und leitet im Senegal eine Bank.
Olivier Santi ist ein untypischer Auslandschweizer: Geboren in Frankreich, eingebürgert in der Schweiz, wohnhaft in Dakar. Heute leitet er dort eine Bank, die er für einen der reichsten senegalesischen Geschäftsmänner eigenhändig aufgebaut hat.
Das Finanzinstitut betreut vor allem Unternehmen. Der Gründer der Bank glaube «fest daran, dass die Entwicklung des Senegal über die Entwicklung einer lokalen Produktion erfolgen muss, die lokale Arbeitsplätze schafft”, sagt Santi zu meiner Kollegin Pauline Turuban, die ihn im Senegal getroffen hat.
Die Schweiz ist für den Senegal die zweitwichtigste Exportdestination für Rohstoffe. 95% davon sind Gold. Santi ist überzeugt, dass er der Bank eine helvetische Note verleihen konnte. Die Schweiz sei «in Bezug auf die Regulierung von Banken das Beste ist, was die Welt zu bieten hat», sagt er.
- Das ganze Porträt lesen Sie hier.
- Pauline traf auf ihrer Reportagereise im Senegal auch den neuen Schweizer Botschafter. Er wittert «viele interessante Chancen» für die Schweiz in Westafrika.
- Aus unserem Archiv: «Wegen Corona im Senegal gestrandet – und geblieben».
Waren wir Medien schuld an den Corona-Verschärfungen?
Er hat Mühe mit der Corona-Politik der Schweiz. Und ist selber Mitglied der Landesregierung – Bundesrat Ueli Maurer. Der Druck der Medien habe in der Schweiz zur Verschärfung von Corona-Massnahmen geführt, sagt er unter anderem in einem Interview mit der Aargauer Zeitung.
«Der mediale Druck auf die Politik wurde enorm, es entstand nicht nur beim Bundesrat ein Verschärfungshype», zitiert das Blatt den Finanzminister. Es seien Massnahmen beschlossen worden, «die im Rückblick vielleicht nicht im jeweiligen Umfang nötig gewesen wären. Das ist mein Vorwurf an die Medien«, so Maurer.
Weil die Medien von Schlagzeilen leben würden, werde «oft nur der schlimmstmögliche Fall dargestellt», kritisiert Maurer. «Der Schaden, den die Medien angerichtet haben, ist nicht zu unterschätzen.» Ob er da nicht auch etwas Abstimmungskampf macht? Am 13. Februar stimmen wir in der Schweiz über eine direkte Medienfinanzierung durch den Staat ab – seine Partei lehnt diese ab.
- Das Interview mit Finanzminister Ueli Maurer in der Aargauer ZeitungExterner Link (Paywall).
- Unsere Übersicht zur Corona-Pandemie in der Schweiz: Die Situation in der Schweiz.
- Hier die neusten Meldungen und Berichte von SRF News zum Thema CoronavirusExterner Link.
- In diesem Artikel haben wir die Corona-Krise für Sie grafisch dargestellt.
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Wirecard-Skandal: Die Spur des Geldes führt auch in die Schweiz.
Es geht um Milliarden, die verschwunden sind. In einem der grössten Wirtschaftskrimis Deutschlands scheint eine Spur nun auch in die Schweiz zu führen – an den Genfersee. Laut den Medien der Tamedia-Gruppe hat die deutsche Staatsanwaltschaft deshalb mehrere Rechtshilfe-Gesuche gestellt.
Konkret geht es um eine Informatikfirma im Waadtländer Städtchen Morges. Sie soll Rechnungen über 1,5 Millionen Franken an Wirecard gestellt haben, aber laut Zeitungsbericht ist unsicher, ob sie dafür auch etwas geliefert hat.
Insgesamt wurden Anlegerinnen und Anleger bei diesem Betrug um mehrere Milliarden Franken geschädigt. Geschäftsführer Jan Marsalek, der sich einer Verhaftung durch die Flucht nach Belarus entzogen hat, soll mehrmals in die Schweiz gereist sein, etwa nach Zürich und Genf.
- «Der Wirecard-Skandal erreicht die Schweiz»Externer Link – Artikel in Der Bund.
- Das deutsche Finance-Magazin führt einen «Wirecard-Ticker»Externer Link mit den neusten Meldungen zum Skandal.
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Warum macht ein Wochenend-Domizil nahe des Wohnorts Sinn?
Sie ist – neben Roger Federer – vermutlich die weltberühmteste Person mit Schweizer Pass – die Sängerin Tina Turner. Nun sorgt der Kauf eines Anwesens am Zürichsee für 70 Millionen Franken schon seit einigen Tagen für Schlagzeilen.
Turner und ihr Mann Erwin Bach hätten damit 70 Millionen Rustici kaufen können (so viele verfallene Ställe gibt es im Tessin natürlich nicht, aber einige wurden tatsächlich für einen symbolischen Franken verkauft, siehe Bulletpoint Nummer drei!). Doch sie kauften sich für diesen Betrag «nur» ein Wochenend-Domizil. Laut Blick umfasst das Anwesen 24’000 Quadratmeter, hat zehn Gebäude, einen Teich, Bach, Swimmingpool und Bootssteg.
«Ein Wochenend-Domizil für 70 Millionen, nur einen Steinwurf von der eigenen Wohnadresse entfernt? Kann man seltsam finden. Aber dann hat man nichts begriffen», schreibt heute der Tages-Anzeiger in einer Glosse. Und schafft es (natürlich mit voller Absicht), in vielen Zeilen Text den wahren Grund für den Hauskauf gekonnt zu umschiffen.
- «Das glauben wir Ihnen gerne, Frau Turner»Externer Link – Glosse im Tages-Anzeiger (Paywall).
- Für das Anwesen hatte sich auch Tennisstar Roger Federer interessiert. Warum er absagte, lesen Sie im BlickExterner Link.
- Aus unserem Archiv: Gemeinde Gambarogno verkauft Rustici für einen Franken – mit Bedingungen.
Und übrigens: Das heutige Treffen USA-Russland in Genf brachte wenig.
Im Vorfeld wurden noch leichte Hoffnungen geäussert. Doch das Treffen zwischen Antony Blinken und Sergei Lawrow heute in Genf brachte keine Fortschritte im festgefahrenen Konflikt um die Nato.
Bereits nach anderthalb Stunden war das Treffen beendet, wie SRF News schreibt. Angesetzt waren zwei Stunden. Die beiden Aussenminister gaben sich im Anschluss diplomatisch und sprachen von einem «offenen» Gespräch.
Blinken erklärte, er habe Lawrow klargemacht, dass es beim Thema Ukraine keinen Verhandlungsspielraum gebe. Lawrow erklärte, Russland hege keine Angriffspläne gegen die Ukraine. Das Land bleibt also weiterhin ein Spielball im Seilziehen um den Einfluss des Nordatlantik-Pakts (Nato).
- Der Bericht auf SRF NewsExterner Link.
- So berichtet heute die deutsche TagesschauExterner Link über das Treffen.
Wie informieren Sie sich über das Geschehen in der Schweiz? Wir machen eine Befragung zur Mediennutzung von Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern!
Weltweit gibt es rund 776’000 Personen, die wie Sie einen Schweizer Pass besitzen, jedoch nicht in der Schweiz leben. Wir von SWI swissinfo.ch interessieren uns dafür, wie Sie sich über das Geschehen in der Schweiz und in der Welt informieren und wie Sie Kontakt zur Schweiz oder zu anderen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern pflegen.
Um hierzu aussagekräftige Informationen zu erhalten, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Die Befragung wird vom Schweizer Forschungsinstitut intervista im Auftrag von SWI swissinfo.ch durchgeführt.
Zur Beantwortung des Fragebogens brauchen Sie circa 20 Minuten. Ihre Angaben werden streng vertraulich behandelt. Wir bedanken uns schon jetzt herzlich und wünschen viel Vergnügen beim Ausfüllen des Fragebogens!
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