Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Der 24. Februar 2022 – für uns in der Schweiz ein Tag wie jeder andere. Für die Menschen in der Ukraine aber der Tag, an dem sich ihr Leben dramatisch verändert hat. Heute vor einem Jahr startete Russland die Invasion in das souveräne Land. Wie hat sich das auf die Schweiz ausgewirkt?
Herzliche Grüsse aus Bern
Heute vor einem Jahr marschierte Russland in die Ukraine ein. Ein Schweizer bleibt im Land.
Tausende Tote, zerbombte Städte, unendliches Leid. Der Angriffskrieg in der Ukraine dauert seit einem Jahr an. Der Plan einer schnellen Annexion des Landes ging nicht auf. Die Menschen in der Ukraine wehren sich bis heute mit all ihren Möglichkeiten.
Dazu gehören nicht nur Waffen, sondern beispielsweise auch ein Filmprojekt. Der Auslandschweizer Marc Wilkins, der in Kiew lebt, kehrte bald nach Kriegsausbruch schon zurück in die Ukraine. Seither ruft der Filmregisseur und Drehbuchautor mit seinen Porträts zu Direktspenden für die Ukraine auf (wir berichteten darüber).
Weil er im Dezember mit seiner Frau Olga ein kleines Töchterchen bekommen hat, sind die beiden gegenwärtig in der Schweiz. «Für einen Moment des Friedens (und stabilen Stroms)«, wie ihn meine Kollegin Melanie Eichenberger in ihrem Artikel zitiert. Doch Ende März wollen die drei wieder aufbrechen – erneut in die Ukraine.
- Der Bericht meiner Kollegin Melanie über die Familie Wilkins.
- «Wie der Ukraine-Krieg die UNO verändert hat» – Artikel von Kollegin Akiko Uehara aus Genf.
- Welche Folgen hatte der Ukrainekrieg bisher für die Schweiz? Mein Kollege Marc Leutenegger ging dieser Frage auf den Grund.
- SRF News – «Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Ukraine-Krieg»Externer Link.
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Die Lebensqualität in der Schweiz ist hoch. Aber es gibt grosse Unterschiede zwischen den Städten.
Da kann ich als Berner ja beruhigt sein, falls ich mal einen medizinischen Notfall haben sollte: Auf 55 Bernerinnen und Berner kommt eine Ärztin oder ein Arzt. Doch die Bundesstadt schneidet nur in diesem Ranking in der Top-Position ab. In Winterthur hingegen müssen sich 133 Personen eine Ärztin oder einen Arzt teilen. Dafür schneidet «Winti» bei den Verkehrsunfällen sensationell gut ab – im positiven Sinn!
Das zeigen die neusten Zahlen des Bundesamts für Statistik, die SRF News in einer interaktiven Grafik für die neun grössten Schweizer Städte aufgedröselt hat. Eine klare Siegerin über die elf verschiedenen Rankings hinweg gibt es allerdings nicht.
Die Lebensqualität spiele eine wichtige Rolle für die städtische Entwicklungspolitik, so der Bericht. Denn sie ziehe Personen und Unternehmen an – und damit auch frisches Kapital für die weitere Entwicklung.
- Der Bericht von SRF News mit interaktiver GrafikExterner Link.
- Darüber berichteten wir kürzlich: Expats lieben die Lebensqualität in der Schweiz, aber vom kulinarischen Angebot sind sie eher enttäuscht.
- Unsere Reportage, warum Schweizerinnen und Schweizer im Alter im Ausland nach mehr Lebensqualität suchen.
Auch die Schweiz ist mit giftigen PFAS-Chemikalien verschmutzt.
Regenjacken, Skiwachs, Lebensmittelverpackungen. Alles unverdächtige und harmlose Gegenstände – denken Sie? Leider Nein. In einigen davon finden sich per- und polyfluorierende Alkylverbindungen (PFAS). Das sind schwer abbaubare Chemikalien, die sich in Böden und Grundwasser ansammeln können.
«Grundsätzlich kann man sagen, dass die Belastung des Wassers in der Schweiz generell nicht so hoch ist, um akute gesundheitliche Folgen davonzutragen», schreibt der Tages-Anzeiger heute. An gewissen Orten könne es aber zu chronischen Belastungen führen. Denn PFAS können sich im Körper anreichern.
Die bei weitem am stärksten belastete Stelle der Schweiz befindet sich gemäss dem Rechercheprojekt «Forever Pollution», auf das sich der Tagi bezieht, im Walliser Obergoms. Im beliebten Langlaufgebiet haben sich Unmengen an giftigem Skiwachs angesammelt.
- Der Artikel im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
- Artikel zum gleichen ThemaExterner Link ohne Paywall auf Nau.ch.
- Reportage der Deutschen WelleExterner Link zum Thema verstecktes Gift im Körper.
- Hintergrund von SRF NewsExterner Link über die Belastung mit PFAS.
Grosses Land, grosse Probleme. Nigeria wählt ein neues Staatsoberhaupt.
Das bevölkerungsreichste Land Afrikas wählt am Samstag. Warum sollte uns das in der Schweiz interessieren? «Was in Nigeria geschieht, sollte für alle Länder, in denen die 17 Millionen Auslandnigerianer:innen leben, von Bedeutung sein», sagt Medinat Malefakis im Interview von Benjamin von Wyl.
Die Nigerianerin ist Expertin für Sicherheit, Terrorismus und Friedensförderung. Sie forscht und lehrt an der ETH Zürich. Als eines der wichtigsten Spenderländer in Westafrika müsse sich die Schweiz für die direkten und indirekten Zusammenhängen interessieren, welche die Instabilität in Nigeria hervorrufe, sagt Malefakis.
Ein instabiles Land könne auch mehr Zuwanderung in die Schweiz bedeuten, betont die Neue Zürcher Zeitung in ihrem Artikel zu den Wahlen in Nigeria: «Falls auch der nächste Präsident nicht fähig ist, das Land in eine bessere Spur zu lenken, wird sich der Auswanderungswille der Bevölkerung weiter verstärken – was auch Europa zu spüren bekäme. Auch das macht Nigerias grosse Wahl zur vielleicht weltweit wichtigsten in diesem Jahr.»
- Benjamins Interview mit Medinat Malefakis.
- Der Artikel in der Neuen Zürcher ZeitungExterner Link (Paywall).
- Für die Wahlen hat das EDA zusammen mit nigerianischen Parteien und der Wahlbehörde einen Verhaltenskodex erarbeitet – Bericht von Kollege Renat Kuenzi.
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