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Bieler SVP-Gemeinderat Beat Feurer tritt im März 2027 ab

Keystone-SDA

Ende März 2027 ist Schluss: Der Bieler SVP-Gemeinderat Beat Feurer hat am Donnerstag seinen Rücktritt angekündigt. Der 66-Jährige ist seit fast 14 Jahren Mitglied der Bieler Stadtregierung.

(Keystone-SDA) Zunächst stand Feurer der Sozialdirektion vor, seit 2023 ist er Finanzdirektor. Es gebe jeweils viele Gründe für einen Rücktritt, erklärte Feurer am Donnerstag vor den Medien in Biel. Einer sei, dass er bald Grossvater werde, sagte der sichtlich gerührte Gemeinderat.

Mit 66 Jahren sei er «nicht mehr der Jüngste», führte Feurer aus. In diesem Alter könne man schon zum Schluss kommen, dass es für den Gemeinderat neue Kräfte und Energie brauche. Er habe teilweise sehr volle Tage und wolle künftig mehr Zeit mit seiner Wahlfamilie verbringen. Sein Grosskind wolle er nicht einfach rasch zwischen zwei Sitzungen sehen, sondern sich Zeit nehmen können.

Die Jahre in der Bieler Stadtregierung seien intensiv und auch nicht immer konfliktfrei gewesen, blickte Feurer zurück. Im Gemeinderat «waren wir nicht immer derselben Meinung. Teilweise sogar sehr deutlich nicht», sagte Feurer. «Aber uns alle verband das Ziel, Verantwortung für diese Stadt zu übernehmen, auch wenn die Wege dorthin nicht immer dieselben waren.»

Vor allem in Erinnerung bleiben würden ihm all die Menschen mit ihren Schicksalen, denen er begegnet sei. Auch die Zusammenarbeit mit seinen Mitarbeitenden hob Feurer hervor. Er sei «sehr dankbar» für vieles, was man gemeinsam habe erarbeiten können.

Schillernde Figur

Feurer gilt als schillernde Figur in der Politlandschaft. Er war langjähriger Präsident der Gay-SVP, sorgt für eine Familie aus Sri Lanka und eroberte für die migrationskritische SVP den ersten Gemeinderatssitz in Biel.

Als Sozialvorsteher geriet er in der rotgrünen Stadtregierung rasch arg unter Druck. 2014 eskalierte der Streit in der Exekutive. Doch Feurer blieb – und wurde gar mit Glanzresultat wiedergewählt. 2023 wechselte er in die Finanzdirektion der klammen Stadt.

Der Gemeinderat dankte Feurer in einer Mitteilung vom Donnerstag für sein Wirken. Die Mitte-Rechts-Listenverbindung, für die Feurer bei den letzten Wahlen antrat, kann nun einen Kandidaten oder eine Kandidatin für die Nachfolge vorschlagen.

Der Wahlvorschlag kann innert eines Monats mit der Sammlung von 3000 Unterschriften bestritten werden. Ist dies nicht der Fall, gilt die vorgeschlagene Person als still gewählt. Wird der Vorschlag bestritten, kommt es zur Ersatzwahl.

Auf den Ersatzplätzen der Liste sind Reto Lindegger (FDP) und der parteilose Raphael Benz. Aber auch die SVP dürfte derzeit wohl mögliche Anwärterinnen und Anwärter suchen.

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