Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
In der Schweiz tauen nicht nur die Alpen auf, sondern auch die eingefrorenen Gelder des früheren Autokraten Zine el-Abidine Ben Ali.
Herzliche Grüsse aus Bern
In den Alpen wird es immer wärmer. Das hat nicht nur Folgen für die Gletscher, sondern auch für Tiere und Pflanzen.
Die momentanen Schneemengen in den Bergen könnten beinahe darüber hinwegtäuschen, dass es im Alpenraum seit einigen Jahren immer wärmer wird. 1985 war das letzte Jahr, in dem die Temperaturen unter dem langfristigen Durchschnitt lagen. Und 2020 war der wärmste Winter in den Bergen seit Messbeginn vor über 150 Jahren.
Die Klimaerwärmung hinterlässt Spuren. So hat etwa die alpine Gletschermasse seit 1850 um 60 Prozent abgenommen. In den letzten Jahren hat sich der Gletscherschwund sogar noch beschleunigt.
Ich kann mich noch erinnern, wie ich als Kind in Grindelwald die Gletscherzunge berühren konnte. Heute muss man schon ziemlich weit hochkraxeln, um in die Nähe der Eismasse zu kommen.
- Was die warmen Temperaturen für die alpine Tier- und Pflanzenwelt bedeuten, lesen Sie in unserem Beitrag.
- Unser Fokus zur Biodiversität im Schweizer Alpenraum.
- Und unser Fokus zur Geltscherschmelze.
Ausgerechnet eine Innovation aus dem Binnenland Schweiz könnte die Meeresforschung grundlegend verändern.
Es fasziniert mich immer wieder, wenn von neuen Technologien lese, die so klingen, als entstammten sie der blühenden Fantasie eines Star-Trek-Autoren. Etwa diese: Ein Schweizer Jungunternehmen präsentiert das erste WLAN-Netz für Unterwasser.
Was im ersten Moment nach einer eher absurden Idee klingt, könnte die Unterwasserforschung grundlegend verändern. Das neue Netz, das auf blauem Licht basiert, ermöglicht nämlich das Fernsteuern kabelloser Unterwasser-Roboter.
Paradox ist nur, dass eine solche Technologie ausgerechnet im Binnenland Schweiz erfunden wird. Nicht der ideale Ort, um U-Boot-Drohnen zu entwickeln, wie selbst einer der Jungunternehmer einräumen muss.
- Mit diesem Artikel über die Unterwasserwelt verabschiedet sich unser langjähriger Autor Armando Mombelli in den verdienten Ruhestand.
- Fred Boissonnas, einen «Meeresforscher» der ganz anderen Art, entdecken Sie im Porträt.
- Unser Fokus beleuchtet die innovative Welt der Schweizer Startups.
Nach zehn Jahren gibt die Schweiz Gelder des früheren tunesischen Autokraten Ben Ali frei.
Zehn Jahre ist es her, dass der Gemüsehändler Mohamed Bouazizi mit seinem Freitod in Tunesien den Arabischen Frühling angestossen hat. Massenproteste, politische Umstürze und Bürgerkriege in verschiedenen arabischen und nordafrikanischen Ländern waren die Folge.
Die Revolten hatten auch in der Schweiz Auswirkungen. So mussten hiesige Banken beispielsweise Gelder diverser Potentaten sperren – darunter Vermögenswerte aus dem Umfeld des damaligen tunesischen Autokraten Zine el-Abidine Ben Ali.
Am Dienstag, zehn Jahre später, hat der Bundesrat die Sperre aufheben müssen. Freigegeben wurde allerdings nur ein kleiner Teil. Der grössere Teil der Vermögenswerte, der im Rahmen von nationalen Verfahren oder im Rahmen von Rechtshilfegesuchen gesperrt wurde, wurde nicht befreit.
- Tunesien hofft weiterhin auf die Rückgabe der Ben-Ali-Gelder. Was die Freigabe für das Land bedeutet, erfahren Sie auf Finews.chExterner Link.
- Offenbaren die tunesischen Potentatengelder Mängel im Schweizer Geldwäschereigesetz? Lesen Sie dazu den Beitrag von Public EyeExterner Link.
- Was ist zehn Jahre danach vom Arabischen Frühling geblieben? SRF NewsExterner Link ist der Frage im Dezember nachgegangen.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte klopft Genf wegen Bettelverbot auf die Finger.
Eine mittlerweile 28-jährige Roma bringt in ganz Europa die Bettelverbote ins Wanken. In Genf hat sie sich ihren Lebensunterhalt mit Betteln verdient. Weil das dort allerdings – wie in vielen anderen Kantonen auch – verboten ist, sollte sie für fünf Tage ins Gefängnis.
Ihre Berufung gegen den Richterspruch wurde durch alle Schweizer Instanzen abgelehnt. Nun aber haben die Richter in Strassburg der Rumänin recht gegeben, wie die SRF-Radiosendung Rendez-vous berichtet.
Das Urteil könnte Konsequenzen weit über Genf hinaus haben. Denn der Gerichtshof hat den Fall nicht nur spezifisch, sondern sehr grundsätzlich behandelt. Und Bettelverbote oder Einschränkungen des Bettelns gibt es in mehr als der Hälfte der Mitgliedsländer des Europarates.
- Hören Sie sich den SRF-Radiobeitrag hierExterner Link an.
- Die Strassburger Richter müssen die Schweiz vor allem in Gleichstellungsfragen immer wieder rügen, wie meine Kollegin Sibilla Bondolfi recherchiert hat.
Wir organisieren einen weiteren virtuellen Stammtisch! Diesmal auf Französisch.
SWI swissinfo.ch lädt Sie ein, daran teilzunehmen. Wir sprechen auf Französisch über: «Coronavirus: Was sind die Folgen für Schweizer Bürgerinnen und Bürger im Ausland?»
Die Coronavirus-Krise stellt die Welt auf den Kopf. Für die im Ausland lebenden Schweizerinnen und Schweizer hat sie ebenfalls schmerzhafte Auswirkungen.
Vielleicht konnten Sie nicht reisen und Ihre Familie und Freunde nicht treffen? Oder sind Sie in der Schweiz gestrandet, ohne in Ihre Wahlheimat zurückkehren zu können? Sie haben Ihr Unternehmen im Ausland gegründet und befinden sich nun in Schwierigkeiten? Oder denken Sie gar daran, zurückzukommen? Und was ist mit Impfungen?
Diese und weitere Fragen möchte SWI swissinfo.ch gerne mit Ihnen diskutieren! Laurent Perriard, stellvertretender Direktor der Konsularabteilung des EDA, wird als Experte an unserem Talk (auf Französisch) teilnehmen.
Besuchen Sie uns am Montag, den 25. Januar 2021 zwischen 13:00 und 13:45 Uhr (CET). Zur Anmeldung nutzen Sie diesen LinkExterner Link.
Sie können uns auch schon im Voraus Ihre Fragen per E-Mail stellen, indem Sie an emilie.ridard@swissinfo.ch schreiben.
Versprochen: Ein virtueller Stammtisch auf Deutsch wird später in diesem Jahr auch wieder stattfinden.
- Hier finden Sie den ersten virtuellen Stammtisch, den SWI swissinfo.ch im Juni 2020 durchführte. Thema: Rückkehr in die Schweiz.
- Am zweiten virtuellen Stammtisch im August 2020 diskutierten Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer über die Frage «Wie ist die Schweiz Teil Ihrer Identität im Ausland?»
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