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Cyberangriff auf Softwarefirma betrifft auch Berner Pensionskassen

Cyberangriff auf Softwareanbieter betrifft Berner Pensionskassen
Cyberangriff auf Softwareanbieter betrifft Berner Pensionskassen Keystone-SDA

Auch die Bernische Pensionskasse (BPK) und die Bernische Lehrerversicherungskasse (BLVK) sind vom Cyberangriff auf eine externe Softwarelieferantin betroffen, der am Donnerstag durch den Bund bekanntgeworden war. Hinweise auf einen Diebstahl von Versichertendaten gibt es bislang nicht.

(Keystone-SDA) Die Vorsorgeguthaben seien sicher, sagten BPK-Direktor André Matthey und BLVK-Direktor Thomas Keller am Freitag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Renten und Kapitalleistungen könnten wie gewohnt ausbezahlt werden.

Die Ermittlungen werden auch im Berner Fall von der Bundesanwaltschaft (BA) geführt, wie der Kanton Bern mitteilte. Die BA machte am Freitag keine weiteren Angaben zum Fall. Eine Sprecherin verwies auf die laufenden Ermittlungen.

Bei der Softwarelieferantin handelt es sich um dieselbe Firma, die auch die Pensionskasse des Bundes Publica zu ihren Kunden zählt. Diese hatte am Donnerstag als erste über den Fall informiert. Vom Cyberangriff von Ende September seien auch zahlreiche andere Pensionskassen betroffen, sagte BPK-Direktor Matthey.

Die Softwarefirma wisse, dass Daten abgeflossen seien, aber es sei noch nicht bekannt, ob darunter Personendaten seien. Es könnte sich auch um Geschäftsdaten handeln, die nichts mit den Versichertendossiers zu tun hätten. Laut der Softwarefirma sei eine eher kleine Datenmenge abgeflossen.

Die BPK will ihre Versicherten in den nächsten Tagen schriftlich informieren. Derzeit gebe es keine Hinweise auf gestohlene Versichertendaten, sagte Matthey. «Aber wir können es nicht vollkommen ausschliessen.»

Vorsicht ist geboten

Die Versicherten würden deshalb aufgerufen, aufmerksam zu sein bei ungewöhnlichen E-Mails, Anrufen und Nachrichten. Theoretisch möglich sei, dass Geburtsdatum, AHV-Nummer, Adresse, Telefonnummern, Mailadressen, Vorsorgedaten, Zivilstand und Angaben zu Partnerin oder Partner in die falschen Hände geraten seien, so wie es auch die Publica in ihrem jüngsten Newsletter geschrieben habe.

Die BLVK liess am Freitag offen, in welcher Form sie ihre Versicherten zusätzlich zur Mitteilung auf der Website über den Vorfall bei der Softwarelieferantin informieren wird. Aktuell lasse sich noch nicht sagen, ob und in welchem Ausmass Daten von BLVK-Versicherten betroffen sein könnten, hielt Direktor Thomas Keller auf Anfrage fest.

Die BLVK stehe in ständigem Austausch mit dem Softwarelieferanten. Sobald sich Neuigkeiten ergäben, werde die BLVK prüfen, wie sie die Versicherten zusätzlich informieren werde.

Bis zu 92’000 Personen

Die beiden Berner Pensionskassen versichern unter anderem das Kantonspersonal, das Personal der kantonalen Hochschulen und die bernischen Lehrkräfte. Per Ende Dezember vergangenen Jahres waren laut eigenen Angaben insgesamt mehr als 63’000 Versicherte angeschlossen, dazu kommen mehr als 28’000 Rentenbeziehende.

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