Genügend Mittel für die Wasserversorgung auf St. Galler Alpen
Im Kanton St. Gallen sind genügend Mittel für Verbesserungen der Wasserversorgung auf Alpen vorhanden. Dies hält die Regierung in der Antwort auf einen Vorstoss fest. Die Gelder dafür werden stetig erhöht.
(Keystone-SDA) Das Budget für Strukturverbesserungen in der Wasserversorgung sei zuerst 2022 und erneut ab 2025 erhöht worden, schreibt die St. Galler Regierung in der Antwort auf einen Vorstoss des Mitte-Kantonsrats Daniel Grünenfelder. Anlass für die Interpellation ist der trockene Sommer, der auf verschiedene Alpen zu Wassermangel führte.
In den vergangenen fünf Jahren sind im Kanton St. Gallen unterschiedlich hohe Beiträge für Verbesserungen der Wasserversorgung zugesichert worden. 2021 waren es 467’875 Franken. Ab 2023 sank die Zahl der unterstützten Projekte. 2025 wurden noch 260’222 Franken ausgegeben. Der Trend änderte sich 2026. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden bereits 642’734 Franken vergeben.
Sparmassnahme gestrichen
Die im Finanzplan ab 2025 vorgesehene Erhöhung der Mittel – an denen sich jeweils auch der Bund massgeblich beteiligt – war vorübergehend gefährdet. Die Regierung schlug für das Entlastungspaket vor, den Betrag zwar nicht zu kürzen, aber das Wachstum zu verringern. Doch dann strich der Kantonsrat diese Massnahme wieder aus dem Entlastungspaket.
Das Budget für die Strukturmassnahmen liegt für 2026 bei 5,1 Millionen Franken vom Bund sowie bei 5 Millionen Franken vom Kanton St. Gallen. Ab 2027 wird der Anteil des Kantons auf 5,5 Millionen Franken und ab 2028 auf 6 Millionen Franken steigen.
Warten auf Projekte
Die Beiträge würden je nach Eingang der Gesuche vergeben, schreibt die Regierung. Es gebe «keine Warteliste». Die Beitragsgesuche könnten in der Regel «ohne Verzögerung zugesichert werden». Für die aktuelle Anzahl und Grösse der Gesuche stünden ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung.
Es liege aber in der Verantwortung der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer oder der Alpbewirtschafter, «Projekte zur Sicherstellung der Wasserversorgung zu planen und voranzutreiben», hält die Regierung fest.