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Kanton Luzern sucht nach Wohnraum für Geflüchtete

Keystone-SDA

Dem Kanton Luzern gehen die Zweitunterbringungsplätze für Geflüchtete aus. Wegen der angespannten Lage hat er Liegenschaftsbesitzende dazu aufgerufen, freien Wohnraum und Zwischennutzungen zu melden.

(Keystone-SDA) Die Lage verschärfe sich, weil wegen auslaufender Mietverträge und Zwischennutzungen laufend Unterbringungen verloren gingen. Bis Ende 2026 fallen rund 100 Plätze und bis Ende 2027 weitere 500 Plätze weg, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Der Kanton suche deshalb insbesondere rasch verfügbare Wohnungen für Einzelpersonen oder Familien.

Der Wohnungsmangel führe dazu, dass Geflüchtete durchschnittlich zwölf statt der vorgesehenen vier bis sechs Monate in Kollektivunterkünften blieben. Diese seien dadurch zunehmend überlastet, zudem erschwere das die Integration der Geflüchteten.

Aufgrund der angespannten Unterbringungssituation befindet sich der Kanton weiterhin in einer sogenannten besonderen Lage. Diese war Ende 2025 aus einer Notlage hervorgegangen. Die Ausrufung einer erneuten Notlage steht laut der Mitteilung aktuell nicht zur Debatte.

Derzeit betreut und beherbergt der Kanton Luzern laut eigenen Angaben rund 5800 Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich. Monatlich weise ihm der Bund rund 100 Personen neu zu. Zudem sei davon auszugehen, dass die Neuzuweisungen in den kommenden Monaten saisonbedingt zunehmen.

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