The Swiss voice in the world since 1935

Kanton Zug will mit einer Spezialzone mehr Wohnraum schaffen

Keystone-SDA

Der Kanton Zug will unter anderem mit einer befristeten "Weissen Zone" mehr preisgünstigen Wohnraum schaffen. In der am Mittwoch vorgestellten Teilrevision des Planungs- und Baugesetzes sind in dieser Spezialzone auch grössere Gebäude ausdrücklich zugelassen.

(Keystone-SDA) Mit der Weissen Zone soll der Bau einer möglichst grossen Zahl von Wohnungen ermöglicht werden, teilte die Zuger Baudirektion am Mittwoch mit. Dabei sollen mindestens 40 Prozent der Wohnungen preisgünstig sein.

Die Spezialzone überlagert befristet eine bestehende Bauzone und muss im kantonalen Richtplan sowie in der kommunalen Bau- und Zonenordnung ausgewiesen sein. Voraussetzung für die Weisse Zone ist laut Mitteilung eine Planungsvereinbarung zwischen den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern. Darin sollen auch Regeln festgelegt werden, um die einheimische Bevölkerung zu priorisieren.

Weiter sollen mit der Teilrevision weitere Erleichterungen möglich sein. In bestimmten Wohn- und Mischzonen soll bei der Realisierung mindestens einer preisgünstigen Wohnung ein zusätzliches Vollgeschoss sowie eine Mehrausnützung von bis zu zehn Prozent zulässig sein.

Auch die Verfahren für Bebauungspläne und Baubewilligungen sollen vereinfacht und beschleunigt werden. Zudem sind kürzere Fristen für Beschwerdeverfahren und die Möglichkeit einer digitalen Verfahrensführung vorgesehen. «Physische Eingaben» blieben allerdings weiterhin möglich, hiess es weiter.

Die Teilrevision ist Bestandteil der Wohnpolitischen Strategie 2030. Sie soll im Siedlungsraum die angespannte Wohnsituation entschärfen und preisgünstigen Wohnraum ermöglichen.

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft