St. Gallen und AFG-Arena vor Konkurs gerettet
(Keystone-SDA) Fussball – Der FC St. Gallen hat den Überlebenskampf gewonnen.
Private Ostschweizer Geldgeber und die Bankenkommission haben den arg verschuldeten Verein mit Beiträgen von insgesamt 14,68 Millionen Franken saniert.
«Die FCSG-Gesellschaften konnten dank diversen Kraftakten und ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand nachhaltig gerettet werden. Erst seit Mitte Woche drehte sich der Pendel ins Positive», erklärte Dölf Früh, der neue Verwaltungsratspräsident des FC St. Gallen, dem sowohl die FCSG Event AG und die Sportabteilung der FCSG AG untergeordnet sind. Der bisherige VR-Präsident Michael Hüppi wird im neu geschaffenen schlankeren Konstrukt mit noch zwei Gesellschaften und nur noch fünf Verwaltungsräten Vizepräsident.
Private Ostschweizer Geldgeber (Dölf Früh, Rainer Sigrist, Ralf Klingler, Edgar Oehler, Norbert Jann und Hans Sulser) haben sich an der Sanierung mit 10 Millionen beteiligt. Die fünf involvierten Banken (St. Galler Kantonalbank, Credit Suisse, Raiffeisen, CA und Clarden Leu) trugen mit Forderungsverzichten von 4,68 Millionen bei. Damit ist die Betriebs AG (BAG), die zuletzt Verbindlichkeiten von 5 Millionen aufwies, total entschuldet.
Aus der Stadion St. Gallen AG lastet indes noch eine Restforderung von 5 Mio. Franken (bisher 7,7 Mio.). Damit ist die vollständige Entschuldung der Stadion AG, die ausgegliedert wurde, nicht erreicht. Hier hoffen die neuen Verantwortlichen auf das Kantonsparlament, dessen Finanzkommission den Antrag um Mithilfe an der Sanierung bis zum 17. November vertagt hat.