Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Die Explosion im Munitionslager von Mitholz im Jahr 1947 war lange die gewaltigste nicht-nukleare Detonation der Welt. Wir haben das Dorf mit der tragischen Geschichte und der ungewissen Zukunft besucht.
Herzliche Grüsse aus Bern
Ein Dorf wird geräumt: Die Bewohner von Mitholz stehen vor der Ungewissheit.
Es ist eine dieser Geschichten, auf die man wetten würde, dass sie dereinst als Grundlage für einen Spielfilm dienen: Das beschauliche Dorf Mitholz im Berner Oberland wird komplett geräumt. Alle 170 Einwohner müssen ihr Zuhause für zehn Jahre verlassen. Nur so kann das Sprengmaterial, das seit 70 Jahren im Gestein schlummert, sicher entfernt werden.
Was passieren könnte, hat sich 1947 gezeigt, als eine gewaltige Explosion neun Menschen in den Tod riss. Ein ähnliches Desaster will niemand riskieren. Und so wird Mitholz spätestens 2030 zum Geisterdorf.
Soweit so klar. Doch: Wohin sollen die Menschen ziehen? Werden sie jemals wieder zurückkommen? Wie lebt es sich mit so existenziellen Fragen? Wir haben Mitholz besucht und bei den Betroffenen nachgefragt.
- Leben im Schatten des Munitionslagers: Unsere Reportage aus Mitholz.
- Historische Pressebilder zeigen die Folgen der Explosion von 1947.
- «Jeder Schritt ist hier lebensgefährlich»: Der Beitrag der Schweizer Filmwochenschau vom 26. Dezember 1947.
Im Kampf gegen das Coronavirus greift der Bundesrat zu drastischen Mitteln.
8616 neue Corona-Infektionen hat das Bundesamt für Gesundheit am Mittwoch gemeldet. Damit scheint sich die Verbreitung zwar leicht verlangsamt zu haben. Denn der 7-Tage-Schnitt liegt neu bei 5994 Fällen und damit «nur» 88 Prozent über dem Stand der Vorwoche. Bisher hatten sich die Zahlen jeweils von Woche zu Woche verdoppelt.
Dem Bundesrat ist das immer noch zu viel. Er hat deshalb weitere landesweite Einschränkungen erlassen: Untersagt sind Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen, sowie Freizeitaktivitäten mit mehr als 15 Personen. Discos und Tanzlokale werden geschlossen, Bars und Restaurants müssen um 23 Uhr schliessen.
Zudem hat die Regierung die Maskenpflicht ausgeweitet: Neu muss auch in gewissen Aussenbereichen – etwa vor Läden und Restaurants sowie auf Märkten – eine Maske getragen werden. Auch am Arbeitsplatz gilt neu Maskenpflicht, es sei denn, der Abstand zwischen den Arbeitsplätzen kann eingehalten werden.
- Unser Artikel zur momentanen Corona-Situation in der Schweiz.
- Das Bundesamt für Statistik (BFS) bietet ebenfalls eine Seite mit umfangreichen Zahlen zum CoronavirusExterner Link.
- Hier finden Sie die neusten Meldungen und Berichte von SRF News zum Thema CoronavirusExterner Link.
- Offizielle Informationen über das neue CoronavirusExterner Link auf der Website des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Der Bundesrat schickt Philipp Hildebrand ins Rennen als Geschäftsführer der OECD.
Seit seinem Rücktritt als Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB) war Philipp Hildebrand nur noch selten in der Öffentlichkeit. Als Vizepräsident des weltgrössten Vermögensverwalters Blackrock steht er kaum im Rampenlicht.
Doch gestern sorgte Hildebrand unerwartet für Schlagzeilen: Er soll, geht es nach dem Bundesrat, Generalsekretär der OECD werden. «Dank seiner langjährigen Erfahrung in Spitzenpositionen sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor in der Schweiz, aber auch auf internationaler Ebene ist Philipp Hildebrand der ideale Kandidat», teilt die Regierung am Mittwoch mit.
Hildebrand trat 2012 als Präsident der SNB zurück – nachdem ihm in der so genannten Hildebrand-Affäre Insiderhandel vorgeworfen worden war: Seine Frau hatte für 400’000 Franken 504’000 Dollar gekauft, nur Wochen bevor die SNB den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken fixierte. Die strafrechtliche Untersuchung wurde später eingestellt, weil Devisen-Transaktionen nicht gegen den Straftatbestand des Insiderhandels verstossen.
- Hildebrands überraschende Nomination macht SchlagzeilenExterner Link – unter anderem bei den Kollegen von SRF News.
- Wer sonst noch alles für den OECD-Chefposten kandidiert: eine Übersicht der Economic TimesExterner Link. (Englisch)
- Unser Fokus zur Schweizerischen Nationalbank
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Wie man Exoplaneten beobachtet, ohne sie zu sehen.
Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2020. Dies sind die Abenteuer des Weltraumteleskops CHEOPS, das 3,5 Jahre unterwegs ist, um fremde Planeten zu erforschen.
Unter Leitung der Universität Bern erforscht ein Team mit CHEOPS sogenannte Exoplaneten, Planeten also ausserhalb unseres Sonnensystems. Dafür reist das Teleskop aber nicht etwa in die Tiefen des Weltalls, sondern umkreist die Erde in einem Orbit nur 700 Kilometer über der Erdoberfläche.
Ziel ist es, herauszufinden, aus welchen Stoffen die Exoplaneten bestehen. Wie die Forscher das erreichen wollen, hat Andrea Fortier meinem Kollegen Michele Andina erklärt.
- Unser Video-Beitrag zur CHEOPS-Mission.
- Die Website zur MissionExterner Link (Universität Bern).
- CHEOPS ist nicht das erste Mal, dass eine Schweizer Organisation bei einer Weltraummission die Finger im Spiel hat.
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