Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Sind Sie schon geimpft und wollen in die Schweiz reisen? Um ein Covid-Zertifikat zu erhalten, ist nicht nur der Impfstoff entscheidend, sondern auch, wo und womit Sie geimpft wurden.
Herzliche Grüsse aus Bern
Wo und womit wurden Sie geimpft? Diese Frage spielt für das Schweizer Covid-Zertifikat eine Rolle.
In der Schweiz sind bisher nur die Impfstoffe von Moderna, Pfizer und Johnson & Johnson zugelassen. Entsprechend erhält auch nur ein Covid-Zertifikat, wer mit einem der beiden geimpft wurde. Viele Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben jedoch etwas anderes erhalten, etwa von Astra-Zeneca.
Damit haben sie keinen Anspruch auf ein Schweizer Covid-Zertifikat und müssten allenfalls einen Schnelltest machen, wenn sie etwa eine Grossveranstaltung besuchen möchten. Das wird sich ändern, sobald Astra-Zeneca zugelassen ist. Wenn Sie jedoch damit geimpft sind und ein EU-Covid-Zertifikat haben, ist das kein Problem – das wird nämlich in der Schweiz anerkannt.
Dazu noch etwas anderes: Die Impfquote stagniert. Das passiert zwar in vielen wohlhabenden Ländern, in der Schweiz jedoch besonders früh, wie mein Kollege Jonas Glatthard schreibt. Während arme Länder kaum Zugang zu Impfstoffen haben, sitzen wir hier in der Schweiz auf ungebrauchte Impfdosen. Absurd!
- Lesen Sie hierExterner Link den Bericht von SRF News.
- Den Artikel meines Kollegen Jonas Glatthard finden Sie hier.
- Hier finden Sie unser laufend aktualisiertes Corona-Update.
Neue AKW bauen? Die Bürgerlichen bringen das Thema wieder aufs Tapet.
Vor einer Woche forderte Magdalena Martullo-Blocher im Interview mit dem Blick ein neues AKW. Die Schweiz werde schon bald zu wenig Strom zu Verfügung haben, so die SVP-Politikerin. Zukäufe von der EU seien illusorisch.
Nun zieht der frühere SVP-Parteipräsident Albert Rösti nach: Das Bauverbot für neue Atomkraftwerke soll gekippt werden. Sprich: Man soll wieder neue AKW bauen dürfen. Und natürlich die Laufzeiten der bestehenden verlängern.
Im März jährte sich die Katastrophe von Fukushima zum zehnten Mal. Der grosse Atomausstieg ist in Europa eigentlich beschlossene Sache, auch in der Schweiz. Bürgerliche bereiten jedoch seit Jahren den Boden vor, um AKW wieder salonfähig zu machen. Ob das nun gelingt?
- Den Bericht im Tages-Anzeiger finden Sie hierExterner Link. (Paywall)
- Lesen Sie hierExterner Link das Interview im Blick.
- Vor Kurzem jährte sich die Katastrophe von Fukushima zum 10. Mal. Unser Artikel dazu.
Vielleicht wird man künftig über Baustellen drüberfahren – mithilfe mobiler Brücken, die der Bund entwickelt hat.
Die Schweiz hat sehr gute Strassen, denn sie werden laufend saniert. Für Autofahrer und Autofahrerinnen ist das jedoch immer eine Pein: Staus stehen damit an der Tagesordnung.
Das Bundesamt für Strassen (Astra) will nun mit einer neuen Erfindung Staus minimieren: Dank mobilen Brücken, die über die Baustellen gestellt werden. Diese sind zweispurig befahrbar, während darunter gearbeitet wird. Kostenpunkt für den Prototypen: 20 Millionen Franken.
Soweit bei den Tests alles klappt, kommt die erste solcheBrücke im Frühling 2022 zum Einsatz. Falls Sie interessiert sind: Sie wird auf der A1 zwischen Recherswil und Kriegstetten zum Einsatz kommen.
- Lesen Sie hierExterner Link den Beitrag von 20 Minuten.
- Der Blick hat auch darüber geschriebenExterner Link.
- Auf YoutubeExterner Link finden Sie das Erklärvideo des Astra.
Die Schlagzeilen im Sport: Petkovic geht, Wilson wird gesperrt.
Der Trainer des Fussball-Nationalteams, Vladimir Petkovic, geht nach Frankreich und heuert bei Girondins Bordeaux an. Nach sieben Jahren bei der Nati, die ihren Höhepunkt an der diesjährigen Europameisterschaft erlebte, endet damit eine Ära.
Und nun? Die Zeit drängt, Anfang September stehen die Qualifikationsspiele für die Weltmeisterschaften 2022 in Katar an. Der Kandidatenkreis ist gross, wer dafür in Frage kommt, ist offen – und damit auch der potenzielle neue Stil der Mannschaft, die jüngst ihre grössten Erfolge feierte.
Zuerst der gestrichene Europarekord, und jetzt ein Doping-Verfahren: Alex Wilson ist wegen eines Verdachts von letztem März provisorisch gesperrt. Damit kann der Schweizer Sprinter nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen. Schuld daran soll amerikanisches Rindfleisch sein.
- SRF News hat über den Abgang des Nati-TrainersExterner Link und der Sperre des SprintersExterner Link geschrieben.
- Watson hat bereits begonnen zu spekulierenExterner Link, wer künftig die Nati trainieren könnte.
- Das Strassenmagazin Surprise hat ein spannendes Doppel-InterviewExterner Link geführt mit Vladimir Petkovic und David Möller, der sozial benachteiligte Menschen trainiert. Lesenswert!
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