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Wegen Lieferverzögerung findet Impfwochen im November zweimal statt

Keystone-SDA

Der Grippeimpfstoff für die Schweiz verspätet sich: Rechtzeitig werden voraussichtlich etwas mehr als die Hälfte der Dosen eintreffen. Zum Schutz der Bevölkerung soll die nationale Impfwoche nun zweimal stattfinden.

(Keystone-SDA) Rund 60 Prozent der geplanten Grippe-Impfdosen für die Schweiz werden wie geplant geliefert, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Die restlichen Dosen sollen bis zur dritten Novemberwoche ausgeliefert sein. Die ersten Impfstoffe werden wie üblich ab Ende September oder Anfang Oktober verfügbar sein. Zuerst über die Lieferverzögerung berichtete Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

BAG gibt Entwarnung

Aufgrund der Liefersituation wird das Impfangebot ausgeweitet. Die Nationale Impfwoche vom 2. bis 7. November bleibt bestehen. Zusätzlich findet vom 23. bis 28. November eine zweite Impfwoche statt. Inklusive der Risikogruppen bliebe damit für alle, die wollen, genügend Zeit, sich noch vor Beginn der Grippewelle impfen zu lassen, so das BAG. Die Grippewelle wird typischerweise Ende Dezember oder im Januar erwartet.

Einen Impfstoffmangel gebe es nicht, für die Schweiz stehe insgesamt genügend Grippeimpfstoff zur Verfügung. «Auch die Sicherheit und Qualität der Impfstoffe sind uneingeschränkt gewährleistet», schrieb das BAG.

Impfen noch bis Ende Jahr sinnvoll

Das BAG empfiehlt den impfenden Fachpersonen, Personen aus Risikogruppen prioritär zu behandeln, sofern dies möglich ist. Wegen der äusserst komplexen Produktion, die die Einhaltung eines strikten Zeitplans voraussetze, sei es bei einzelnen Firmen auch schon früher «hin und wieder» zu Verzögerungen gekommen.

Eine Impfung Ende November biete noch rechtzeitig Schutz, gab das BAG Auskunft. Auch im Dezember und Januar könne eine Grippeimpfung noch sinnvoll sein, sollte aber möglichst vor Beginn der Grippewelle erfolgen. Bei Risikopersonen sogar noch so lange, bis die Grippewelle ihren Höhepunkt erreicht hat.

Greift erst im Pandemiefall in Versorgung ein

Dabei sei der Bund nicht für die Beschaffung und Verteilung der Grippeimpfstoffe zuständig. «Der Impfstoffmarkt und die Impfstoff-Versorgung unterstehen in der Schweiz (ausser in Pandemien) seit jeher der freien Marktwirtschaft», schrieb das BAG.

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