Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Machen Sie gerne Ferien in der Schweiz? Saas-Fee im Kanton Wallis zum Beispiel ist bei jüdisch-orthodoxen Touristinnen und Touristen besonders beliebt. Ihre Anwesenheit entzweit die Bevölkerung.
Herzliche Grüsse aus Bern
Aktuell für Sie: Kurz vor Redaktionsschluss kam noch folgende Meldung rein.
Die Auslandschweizer-Organisation fordert von Bundespräsident Guy Parmelin, dass sich Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in Schweizer Vertretungen impfen lassen können.
- Mehr Infos dazu finden Sie im Artikel von Didier Bonvin, RTS und Balz Rigendinger.
- Die Problematik hat Balz kürzlich in diesem Artikel aufgezeigt.
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Die Schweiz ist eine Insel. Sie bietet immer noch grosse Freiheiten für Ungeimpfte.
«In der Schweiz herrschen für Ungeimpfte paradiesische Zustände.» Das schreibt der Blick heute. Wie kommt das Boulevardblatt zu dieser Einschätzung? Indem es einen Ländervergleich angestellt hat.
Sie dürfen nicht in Clubs oder an Grossveranstaltungen. Viele Ungeimpfte in der Schweiz würden sich deshalb benachteiligt fühlen, schreibt der Blick. Doch der Vergleich mit anderen Ländern zeige, dass dies zwar hart erscheinen möge, aber die Regeln ennet der Grenzen viel härter seien.
So sei in Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien beispielsweise bereits für alle Restaurants die so genannte 3-G-Regel in Kraft: Rein darf nur, wer geimpft, getestet oder genesen ist. Und Deutschland will ab Herbst keine Gratis-Schnelltests mehr anbieten.
- Den Ländervergleich finden Sie heute im BlickExterner Link.
- Mehr zur Corona-Pandemie in der Schweiz: Die Situation in der Schweiz.
- Hier die neusten Meldungen und Berichte von SRF News zum Thema CoronavirusExterner Link.
- In diesem Artikel haben wir die Corona-Krise für Sie grafisch dargestellt.
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Sie fühlen sich wohl in Saas-Fee. Ein Alpendorf wird im Sommer zum Magnet für Jüdisch-Orthodoxe.
Sie schätzen die kühle Bergluft und wollen ihre Religion strikt praktizieren – auch in den Ferien. Im Juli und August verbringen bis zu 2000 Menschen jüdisch-orthodoxen Glaubens ihre Ferien in der Walliser Tourismus-Destination Saas Fee.
«Noch», schreibt die Neue Zürcher Zeitung heute in ihrer Reportage. Denn ein neues Gemeindeparlament und ein neuer Gemeindepräsident hätten diesen Sommer beispielsweise ein Festzelt nicht mehr bewilligt, in dem die Strengorthodoxen bisher beten und religiöse Schriften studieren konnten. Das Zelt stand jeweils auf dem Dach des örtlichen Parkhauses.
Immerhin: In anderen Regionen der Schweiz hatte es bereits Schlagzeilen wegen orthodoxen Feriengästen gegeben. «Das Saastal gilt als jene Region, wo das Aneinander-Vorbeileben am besten funktioniert», schreibt die NZZ. «Einige Orthodoxe sind hier Stammgäste, aber sie sind den Einheimischen fremd geblieben – und umgekehrt.»
- Die Reportage aus Saas-FeeExterner Link finden Sie in der NZZ (Paywall).
- Aus unserem Archiv: 2019 berichteten wir über ein Projekt, bei dem Schweizer Jüdinnen und Juden in den Berggebieten zwischen ausländischen orthodoxen Gästen und Einheimischen vermitteln.
- Ebenfalls aus dem Archiv: «Das Fremde fordert die Schweizer Gastgeber heraus». Für Schlagzeilen sorgten Hoteliers mit spezifisch an jüdische Gäste gerichteten Hinweisen in einem Schwimmbad.
Trotz Klimawandel: Die Schweizerinnen und Schweizer lieben grosse Autos.
Geländewagen: Manchen lassen sie das Herz höherschlagen, für andere sind sie Dreckschleudern. 20 Minuten schreibt heute: «In der Schweiz ist fast jedes zweite neue Auto ein SUV.» Genaugenommen machen sie 46% aller Neuwagen aus, die im ersten Halbjahr 2021 in der Schweiz verkauft wurden.
Das Gratisblatt beruft sich dabei auf eine Studie der deutschen Universität Duisburg. Mitautor ist der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer. Sports Utility Vehicles (SUV) seien besonders bei älteren Menschen beliebt, hat er herausgefunden. Vor allem wegen der besseren Strassenübersicht und einem grösseren Sicherheitsgefühl. Zudem sei ein grosses Auto nach wie vor ein Statussymbol.
Mehr Sicherheit für die Autofahrenden bedeute aber oft weniger Sicherheit für Fussgängerinnen und Velofahrer, kritisiert die grüne Nationalrätin Isabelle Pasquier-Eichenberger im Bericht von 20 Minuten. Sie fordert deshalb mit einer Motion ein Import-Verbot für neue SUV ab 2022.
- Der Artikel auf 20Min.chExterner Link.
- Noch ein Verkehrsthema, gesehen bei SRF News: Basler Tramgleise sollen für Velofahrende sicherer werdenExterner Link. Dafür sollen sie im Haltestellenbereich mit Gummi gefüllt werden.
- Übrigens: Gestern veröffentlichte der Weltklimarat seinen neusten Bericht. Er kam zum Schluss: Die Extremwetter-Ereignisse dieses Sommers wären ohne die von der Menschheit verursachten Treibhausgas-Emissionen nicht möglich gewesen.
Die Ehe für alle: Darüber stimmen wir am 26. September in der Schweiz ab.
Haben Sie sich bereits mit der nächsten Abstimmung in der Schweiz befasst? Zwei Themen kommen an die Urne. Neben der Volksinitiative «Löhne entlasten, Kapital gerecht besteuern» (99%-Initiative) befinden die Stimmberechtigten im In- und Ausland auch über eine Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (Ehe für alle).
Letztere stellen wir Ihnen heute im Detail vor. Worum genau geht es? Wer ist dafür, wer dagegen? Und warum? Die Vorlage kommt an die Urnen, weil gegen die vom Parlament angenommene Gesetzesänderung das Referendum eingereicht worden ist. Das bedeutet, über 50’000 Menschen haben eine entsprechende Forderung unterschrieben.
Konkret geht es bei der Vorlage darum, dass Homosexuellen das Recht zugestanden werden soll, zu heiraten und eine Familie zu gründen. In den meisten europäischen Ländern ist die Ehe für alle bereits Tatsache. Im Abstimmungskampf stehen die Befürwortenden der Ehe für alle Verfechtern christlicher Werte und der traditionellen Familie gegenüber.
- Alles, was Sie über die Vorlage zur Ehe für alle wissen müssen, im Artikel meiner Kollegin Katy Romy.
- Hier finden Sie die offiziellen Informationen zur Abstimmung vom 26. September 2021Externer Link.
- Das sagen die Gegnerinnen und Gegner der Vorlage.
- Das sagen die Befürworterinnen und Befürworter der Vorlage.
- Schon eine Meinung gebildet? Machen Sie mit bei unserer Online-Umfrage!
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