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Inwieweit sollte der Staat eingreifen, um unsere Ernährung zu beeinflussen?

Gastgeber/Gastgeberin

Als Bundeshauskorrespondentin für SWI swissinfo.ch entschlüssele ich die Bundespolitik für die Auslandschweizer:innen. Nach meinem Studium an der Académie du journalisme et des médias der Universität Neuenburg führte mich mein beruflicher Weg zunächst zu verschiedenen Regionalmedien, darunter die Redaktionen des Journal du Jura, von Canal 3 und Radio Jura bernois. Seit 2015 arbeite ich in der mehrsprachigen Redaktion von SWI swissinfo.ch, wo ich meine Arbeit nach wie vor mit Leidenschaft ausübe.

Ist es eine Massnahme für eine nachhaltigere Landwirtschaft oder ein «veganes Diktat»? Die Initiative «Für eine sichere Ernährung (Ernährungsinitiative)», über die am 27. September abgestimmt wird, spaltet die Gemüter.

Das von der Umweltaktivistin Franziska Herren angestossene Anliegen zielt darauf ab, den Selbstversorgungsgrad der Schweiz bei Lebensmitteln von aktuell 46% auf mindestens 70% zu erhöhen. Um dies zu erreichen, wird der Bund aufgefordert, seine Agrarpolitik so anzupassen, dass Produktion und Konsum pflanzlicher statt tierischer Lebensmittel gefördert werden.

Damit entfacht die Initiative erneut die Debatte über staatliche Eingriffe in unsere Ernährung. Was halten Sie davon? Ist es legitim, dass der Staat im Namen der Nachhaltigkeit bestimmte Ernährungsmodelle fördert, oder stellt dies einen Eingriff in die Entscheidungsfreiheit der Verbraucher:innen dar?

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Ghamari

Der Staat soll die Versorgungssicherheit gewährleisten, aber nicht den Speiseplan der Bürger schreiben. Der schweizerische Weg heisst Subsidiarität: Der Bund setzt messbare Ziele für Versorgung, Umwelt und Krisenfestigkeit. Kantone und Gemeinden gestalten die Umsetzung nach Boden, Klima und regionaler Kultur. Landwirte entscheiden unternehmerisch über ihre Produktion, Konsumenten behalten ihre Wahlfreiheit. Fördergelder sollten nach überprüfbarer Wirkung fliessen, nicht nach Ideologie. Ernährungssicherheit entsteht durch viele starke regionale Produzenten, vielfältige Anbaumethoden und kurze Versorgungsketten, nicht durch ein zentral verordnetes Modell.

P
Peter1
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Nein, die Schweiz sollte keine Lebensmittelproduktion subventionieren, insbesondere nicht, um ungesunde Ernährungsgewohnheiten zu fördern. Die Schweiz kann und sollte Importe besteuern, genauso wie andere Länder Exporte aus der Schweiz besteuern dürfen. Es ist klar, dass die Schweiz bestimmte Produkte, z. B. Bananen, nicht anbauen kann. Andere Länder können bestimmte Produkte (z. B. Weizen) billiger und in besserer Qualität anbauen. Der Handel mit Produkten ist sinnvoll. Durch Regulierung und Besteuerung kann die Mehrheit der Bürger (was obligatorisch sein sollte) über die beste Nutzung von Land und Gelände entscheiden. Die Bevölkerung könnte beschliessen, dass bestimmte Flächen ungenutzt bleiben (d. h. in ihrem natürlichen Zustand erhalten bleiben). Sie könnte beschliessen, dass alle Lebensmittel, deren Produktion Land benötigt, importiert werden. Allerdings sollte keine Regierung durch Subventionen oder Regulierung vorschreiben, welche Lebensmittel eine Person konsumiert – das wäre Sozialisierung durch Diktatur. Die Schweiz spricht von Demokratie, hat sich aber in einigen Politikbereichen (z. B. beim Klima) bereits in Richtung einer sozialistischen Regierung bewegt. Die Schweiz sollte mit der EU nichts anderes zu tun haben als den Handel mit Gütern und Dienstleistungen.

No Switzerland should not subsidise any food production especially to cater for unhealthy diets. Switzerland can and should tax imports just as other countries may tax exports from Switzerland. It is clear that Switzerland can not grow some produce eg bananas. For some produce (eg wheat) other countries can grow it cheaper and better quality. Trading products makes sense. Through regulation and taxing the citizen as a majority (should be compulsory) can decide on the best use of land a terrain. The people could decide that some land is used for nothing (ie remains natural). They could decide that all food production that requires land used is imported. However, no government should determine by subsidies or regulation what any food a person consumes -that would be socialisation by dictatorship. Switzerland talks about democracy but in some policies (eg with Climate) it has already moved to a socialist government. Switzerland should never have anything to do with the EU other than trade goods and service.

M
mrch6003
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@Peter1

Die Schweizer Regierung gibt jährlich rund 3.6–3.7'000'000'000 CHF für Subventionen in der Landwirtschaft aus. Mehr als 80 % davon fliessen in die Tierhaltung und weniger als 20 % in den Pflanzenbau. Es gibt viele Regionen im Land, in denen die Tierhaltung ohne Subventionen zum Erliegen käme; wenn es nach dir ginge, würden also viele ländliche Gemeinden zusammenbrechen. Vielleicht wärst du mit diesem Ergebnis zufrieden, aber du musst dir einfach bewusst sein, dass dies die Folge wäre.__Was das Klima betrifft, wird die Schweiz vor einem grossen Problem stehen, wenn sie auf Nahrungsmittelimporte angewiesen ist. Wir beobachten bereits, dass die Ernteerträge in vielen wichtigen Anbaugebieten – von Europa über Asien bis nach Amerika – zurückgehen. Das treibt bereits die Lebensmittelpreise in die Höhe, aber es wird nicht lange dauern, bis es auch zu Lebensmittelknappheit führt. Einige Länder haben bereits damit begonnen, den Export von Nahrungsmitteln zu verbieten, weil sie nicht genug haben, um sowohl ihre eigene Bevölkerung zu ernähren als auch Exporte zu ermöglichen, damit die Lebensmittelproduzenten durch den Verkauf zu höheren Preisen im Ausland Gewinne erzielen können.__Das wird Länder wie die Schweiz sehr verwundbar machen, wenn sie sich nicht aus eigener Produktion ernähren können. __Was die Effizienz der Nahrungsmittelproduktion angeht, ist der Pflanzenanbau hinsichtlich der Nährstoffproduktion pro Flächeneinheit 5- bis 10-mal effizienter. __Und nicht nur das: In der Schweiz wird der Grossteil des Ackerlandes für den Anbau von Futterpflanzen genutzt, nicht für den menschlichen Verzehr, doch dann gehen etwa 80–95 % des Nährwerts dieser Pflanzen für den Menschen verloren, da sie an Tiere verfüttert werden, die nur 5–20 % dieser Nährstoffe in Fleisch, Milchprodukte usw. umwandeln, die der Mensch konsumiert. Das ist unglaublich verschwenderisch, wenn Land und Wasser knapp sind.____Ihre Vorstellung, die Lebensmittelindustrie einem rein marktorientierten System zu überlassen, stützt sich auf Lieferketten, die sich gerade verkürzen und bald zusammenbrechen werden. Sie beruht auf der Annahme, dass wir immer Lebensmittel von anderen kaufen können, aber das ist zunehmend nicht mehr der Fall. Sie beruht auf der Annahme, dass wir darauf vertrauen sollten, der Markt werde die Bedürfnisse der Gesellschaft bedienen, obwohl Märkte in Wirklichkeit darauf ausgerichtet sind, die Bedürfnisse der mächtigsten Akteure auf diesen Märkten zu befriedigen. Das mag bei Uhren und Autos in Ordnung sein, ist aber ein Rezept für den gesellschaftlichen Zusammenbruch, wenn man dies auf Dinge wie Lebensmittel anwendet, die zum Leben notwendig sind.

The Swiss government spends roughly CHF 3.6–3.7 billion a year on subsidies to agriculture. more than 80% of that goes to animal agriculture and less than 20% on plant agriculture. There are many parts of the country where animal agriculture would end without subsidies so if you had your way, many rural communities would collapse. You might be happy with that outcome but you just need to know that would be the consequence.__In terms of the climate, Switzerland is going to face a major problem if it relies on food imports. We are already seeing that food yields are starting to fall across many major areas of food production from Europe to Asia to the Americas. that is already driving increases in food prices but it will not be long before it also leads to food shortages. Countries have already started banning exports of food because they do not have enough to both feed their own people and allow for exports to allow food producers to make profit from selling at higher prices overseas.__That will leave countries like Switzerland very vulnerable if it cannot feed itself based on domestic production. __When it comes to the efficiency of food production, plant agriculture is 5-10x more efficient in terms of production of nutrients per unit area of land. __And not only that, but in Switzerland, the majority of arable land is being used to grow crops for animals, not for human consumption, but then about 80-95% of the nutritional value of those crops are lost to humans because they are fed to animals which only convert 5-20% of those nutrients into meat or dairy etc that humans consume. It is incredibly wasteful when land and water are scarce.____Your idea of leaving the food industry to a purely market-driven system relies on supply chains that are in the process of contracting and will start collapsing. It relies on the assumption that we can always buy other people's food, but that is increasingly not the case. It relies on the assumption that we should trust the market to serve the needs of society when in fact, markets actually work to satisfy the needs of the most powerful people in those markets. That might be fine when it comes to watches and cars, but it is a recipe for societal collapse when you apply that to things like food which are required to live.

Nick Kyriazi
nkyriazi@comcast.net
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Als veganer Libertär bin ich gegen Zwang. Der beste Weg, mit der Situation umzugehen, ist auch der ohne Zwang: Man muss aufhören, die Tierindustrie (und alles andere) zu subventionieren. ____Alle Subventionen entziehen der gesamten steuerzahlenden Öffentlichkeit Geld und leiten es an bestimmte Unternehmen weiter. Dadurch können die Produkte oder Dienstleistungen dieser Unternehmen zu tieferen Preisen verkauft werden. Dies regt die Konsumenten dazu an, diese Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen. Die Subventionierung von Fleisch-, Milch- und Eierproduzenten bedeutet im Grunde, dass Veganern Geld weggenommen und an Nicht-Veganer weitergegeben wird. Das ist unmoralisch.____Lasst die Preise die wahren Kosten von Fleisch, Milchprodukten und Eiern widerspiegeln, und wir werden sehen, wofür sich die Menschen entscheiden.

As a vegan libertarian, I am against coercion. The best way to handle the situation is also the one without coercion: stop subsidizing the animal industries (and everything else). ____All subsidies take money from the entire tax-paying public and give the money to certain businesses. This enables the products or services of those businesses to be sold at lower prices. This encourages consumers to buy those products or services. Subsidizing meat, dairy, and egg producers essentially takes money from vegans and gives it to non-vegans. That is immoral.____Let prices reflect the true costs of meat, dairy, and eggs, and we will see what people choose.

M
mrch6003
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@nkyriazi@comcast.net

Märkte spiegeln die Konsumpräferenzen derjenigen wider, die über das meiste Geld verfügen, und nicht die allgemeinen Bedürfnisse der Gesellschaft. Das ist in Ordnung, wenn es um frei verfügbare Ausgaben für Luxusgüter geht, aber wenn es um Lebensmittel geht, die die Menschen zum blossen Überleben benötigen, ist dies ein sehr gefährlicher Ansatz.____Subventionen dienen dazu, eine Produktion zu fördern, die zwar möglicherweise nicht rentabel, aber gesellschaftlich nützlich ist. Aber natürlich ist das dank der Lobbykraft der Industrie in der Realität nicht der Fall. ____Derzeit fliessen mehr als 80 % der Agrarsubventionen in der Schweiz in die Tierhaltung. Ich stimme zu, dass dies reduziert und gezielter eingesetzt werden muss, da dadurch eine sehr verschwenderische und umweltschädliche Landwirtschaft rentabler gemacht wird, als sie es eigentlich sein sollte. Ich stimme zu, dass diese Produkte teurer sein sollten, um ihre tatsächlichen Produktionskosten widerzuspiegeln, einschliesslich der externalisierten Kosten für die Umwelt.____Da ich eine Zeit lang in den Bergen gelebt habe, kann ich verstehen, warum man die Landwirtschaft in diesen Gebieten subventionieren möchte, denn ohne diese Bauern würden die Gemeinden zusammenbrechen. Andererseits kann ich als Veganer und Umweltschützer auch nachvollziehen, warum es langfristig vielleicht besser wäre, diese Gebiete der Natur zurückzugeben.____Übrigens ist es übertrieben, Subventionen als Zwang zu bezeichnen. Es handelt sich zwar um ein Eingreifen des Staates in die Märkte, aber buchstäblich jeder Markt in einer fortgeschrittenen Volkswirtschaft wird von Grund auf durch das Wirken des Staates geschaffen und aufrechterhalten (angefangen bei der Durchsetzung der Eigentumsrechte), sodass man sich nicht allzu sehr darüber aufregen darf, wenn der Staat versucht, einen Markt so zu gestalten, dass er den Bedürfnissen der Gesellschaft entspricht.

Markets reflect the spending preferences of those with most money, not the overall needs of the society. That is fine when you are talking about discretionary spending on luxury items, but when it comes to food which people require to just stay alive, it is a very dangerous approach.____Subsidies are there to encourage production that might not be profitable but is socially beneficial. But of course, thanks to the lobbying power of industries, that is not what they go to in real life. ____At present, more than 80% of farm subsidies in Switzerland go to animal agriculture. I agree that that needs to be reduced and better targeted because it is actually making farming that is very wasteful and environmentally destructive more viable than it should be. I agree that those products should be more expensive to reflect their true costs of production, including the externalised costs on the environment.____Having lived in the mountains for a while, I can understand why you might want to subsidise farming in those areas because without those farmers, the communities would collapse. Then again, as a vegan and environmentalist myself, I can see why in the long run, it might be better to return those areas to nature.____BTW it is too much to call subsidies coercion. It is the government intervening in markets, but literally every market in an advanced economy is created and sustained by the presence of government from the ground up (staring with the enforcement of property rights) so you cannot get too upset about the state trying to shape a market to meet the needs of society.

J
Jorg Hiker
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Ähnliche Initiativen in der Europäischen Union hatten negative Auswirkungen. Die Europäische Kommission führte Rechtsvorschriften ein, wonach Menschen Insekten (Mehlwürmer, Grillen usw.) zu essen bekommen sollten. Angeblich CO₂-freundlich. Viel Steuergeld wurde für bürokratische Beratung, Forschung und die Verabschiedung dieses Gesetzes zum Insektenverzehr ausgegeben. Die Rechte kritisierte dies als orwellsch. Die Idee floppte, weil die Leute sich weigerten, Lebensmittel mit Insektenzusätzen zu kaufen, doch die Bürokraten kassierten ihre Rechnungen aus Steuergeldern. Zuvor hatte Dänemark eine zusätzliche Steuer auf Butter und andere tierische Fette eingeführt und diese als «Sündensteuer» bezeichnet. Reiche Dänen assen wie zuvor, aber arme Menschen, insbesondere Rentner, konnten sich den Einkauf nicht mehr leisten. Diese Fallstudien sind Beispiele dafür, dass solche Gesetze hohe bürokratische Kosten verursachen und negative Nebenwirkungen auf die Gesellschaft haben.

Similar initiatives in the European Union had negative effects. European Commission introduced legislation about giving people insects to eat (meal worms, crickets etc). Supposedly CO2 friendly. Much taxpayer money was spent on bureaucracy consulting, researching and passing this insect-eating law. Right wing criticized it as Orwellian. The idea flopped because people refused to buy food with insect additions, but bureaucrats cashed their bills from taxpayer money. Earlier, Denmark introduced extra tax on butter and other animal fat, calling it 'sin tax'. Rich Danes ate as before, but poor people, especially pensioners, were unable to afford shopping. These case studies are examples, that such laws are expensive in terms of bureaucratic cost, and have negative side effects on society.

J
Jorg Hiker
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Steck deine Nase nicht in den Teller anderer. Sag mir nicht, was ich essen soll. Versteck keine neuen Steuern hinter gut gemeinten Umweltmassnahmen.

Don't stick your nose into others plate. Don't tell me what I should eat. Don't hide new taxes under environmental do-gooding.

M
mrch6003
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@Jorg Hiker

Sollte die Regierung also aufhören, jährlich rund 15'000'000'000 CHF für Subventionen an die Tierhaltung auszugeben (etwa das Vierfache dessen, was sie für Subventionen an den Pflanzenbau ausgibt)?____Das würde Fleisch, Milchprodukte und Eier deutlich verteuern. Bist du damit einverstanden?

So should the government stop spending about CHF15 billion a year on subsidies to animal agriculture (about 4x what is spends on subsidies to plant agriculture)?____That would make your meat, dairy and eggs much more expensive. Are you fine with that

D
dr. Gianluca Latino
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Meiner Meinung nach geht die Frage tiefer als **Staat ≠ individuelle Freiheit**. Der Staat spielt sicherlich eine Rolle, wenn Ernährung, Raumplanung, Wasser, öffentliche Gesundheit und Versorgungssicherheit kollektive Externalitäten hervorrufen. Doch die Rahmenbedingungen des Systems zu regeln ist etwas anderes, als vorzuschreiben, was auf den Teller kommen soll. **Ernährungssicherheit ≠ Autarkie; Nachhaltigkeit ≠ staatlich vorgeschriebene Ernährung; Freiheit ≠ Regelfreiheit.** Eine gute Politik sollte Kosten und Folgen transparent machen, verzerrte Anreize korrigieren und Vielfalt sowie Wahlfreiheit bewahren. Es geht nicht darum, zu entscheiden, was gegessen werden soll, sondern ein widerstandsfähiges Ernährungssystem aufzubauen, ohne ein öffentliches Ziel in eine private Vorschrift zu verwandeln.

La questione, a mio avviso, è più profonda di **Stato ≠ libertà individuale**. Lo Stato ha certamente un ruolo quando alimentazione, territorio, acqua, salute pubblica e sicurezza degli approvvigionamenti producono esternalità collettive. Ma regolare le condizioni del sistema è diverso dal prescrivere ciò che deve finire nel piatto. **Sicurezza alimentare ≠ autarchia; sostenibilità ≠ dieta di Stato; libertà ≠ assenza di regole.** Una buona politica dovrebbe rendere trasparenti costi e conseguenze, correggere incentivi distorti e preservare pluralità e scelta. Il punto non è decidere cosa mangiare, ma costruire un sistema alimentare resiliente senza trasformare un obiettivo pubblico in una prescrizione privata.

W
webertum@wanadoo.fr

Diese Initiative geht eigentlich in die Richtung, wurde aber leider schon vor der Abstimmung von der eigenen Mutter zu Tode gebracht. Franziska Herren verfügt leider über kein politisches Gespür und die Fähigkeit zu netzwerken. Schade! Trotzdem: Der Bund, die Politik macht viel zu wenig für die Volksgesundheit und ignoriert mit konstanter Bosheit die anstehenden Pflichten. Und unterstützt massiv eine ungeregelte, teure Landwirtschaft, die wenigen dient und vielen schadet.

J
jepyerly@websud.ch
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Bis heute haben Veganer, Ökos und ein Teil der «Caviar-Linken» versucht, in unserem Land Zwietracht zu säen. Glücklicherweise hat die sehr kluge Schweizer Bevölkerung diesem Unsinn verwöhnter Kinder keinen Glauben geschenkt. Ich schlage vor, eine Herde Veganer auf die Alpweiden zu treiben, damit sie das Gras abgrasen. Wenn unsere Volksvertreter es ernst meinen würden, würden sie verbieten, Geld für eine unmögliche Abstimmung auszugeben.

Jusqu’à ce jour, les végans, écolos, une partie de la gauche caviar ont essayé de semer la zizanie dans notre Pays. Heureusement, la population suisse, très intelligente , n'a pas cru à ces balivernes d'enfants gâtés . Je conseille que l'on conduise un troupeau de végan pour brouter l'herbe des alpages. Si nos élus étaient sérieux, ils interdiraient de dépenser de l'argent pour une votation impossible.

B
Bonheur
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Man braucht eine gesunde Ernährung, die aber nicht zu teuer sein darf. Ich warte auf die Einzelheiten, bevor ich abstimme.

Il faut une alimentation saine, mais pas trop chère. J’attends les détails pour voter.

J
jepyerly@websud.ch
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Es ist medizinisch bekannt, dass Veganer Nahrungsergänzungsmittel einnehmen müssen, um die Spurenelemente auszugleichen, die in Gemüse nicht enthalten sind. Ausserdem müssen die Weiden in den Alpen oder an Hängen aus Sicherheitsgründen abgeweidet werden. Ich schlage vor, dass wir einen Versuch über eine Sommersaison starten und die Veganer zum Grasfressen führen. Es stimmt zwar, dass nur 46 % der Nahrungsmittel in der Schweiz produziert werden. Aber die Esel, die am 14. Juni mit NEIN gestimmt haben, sind unfähig zu erkennen, dass wir in der Schweiz 2'000'000 Menschen zu viel haben. Alles wird zubetoniert, auf Kosten der Nahrungsmittelproduktion.

C'est médicalement connu que les humains végan ,doivent ingurgiter des compléments alimentaires , pour compenser les oligo-éléments que l'on ne trouve pas dans les légumes. D'autre part, les herbages des prairies alpestres ou en pente , pour des question de sécurité, doivent êtres broutées. Je propose que l'on fasse un essai d'une saison estivale, conduire les végan pour brouter l'herbe. C'est vrai que seul le 46 % de nourriture est produite en Suisse. Mais, les ânes qui ont voté NON le 14 juin , sont incapable de constater que l'on a 2 millions de trop d'humains en Suisse. Tout se bétonne au détriment de la nourriture.

W
we-are-all-animals
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@jepyerly@websud.ch

Es ist allgemein bekannt, dass die Nahrungsergänzungsmittelindustrie nicht wegen der Veganer existiert – sonst wäre sie längst bankrott. Es ist ebenfalls allgemein bekannt, dass Tiere mit Nahrungsergänzungsmitteln versorgt werden, und zwar viel, viel, viel mehr, als dem Durchschnittsbürger bewusst ist. Sollen wir auch Antibiotika und andere Medikamente in die Diskussion einbeziehen? __Ausserdem könnten Veganer dir entgegenhalten: Sie weiden Gras in den Bergen – gute Idee... und du erleidest das Leben einer Kuh an dem Tag, an dem du den Schlachthof besuchst?__Im Ernst: Nur 18 % der Kalorien, mit denen Tiere gefüttert werden, kommen bei uns an. Wir können Pflanzen direkt essen und so weniger Land verbrauchen, die Umwelt weniger belasten und unsere Gesundheit verbessern, während wir gleichzeitig die Effizienz in der Nahrungsmittelproduktion steigern. Jeder, der zwei Gehirnzellen hat, kann das verstehen.

It is well-established that the supplement industry does not exist because of vegans, otherwise they would be bankrupted. It is also well-established that animals are supplemented, much much much more than what the average citizen is aware. Shall we also bring antibiotics and other medicines into the discussion? __Also, vegans could counter-propose to you, they graze grass in the mountains, good idea... and you endure the life of a cow on the day of visiting the slaughter house?__Seriously, only 18% of calories fed to animals is recovered by us, we can eat plants directly and use less land, destroy less the environment and improve our health while increasing efficiency in food production. Anyone with 2 neurons can understand this.

M
mrch6003
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@jepyerly@websud.ch

Wenn du Nährstoffe aus tierischen Quellen beziehst, woher haben die Tiere diese deiner Meinung nach? Aus Pflanzen!__Der einzige Nährstoff, den du nicht mehr aus Pflanzen beziehen kannst, ist Vitamin B12. Rate mal, woher die Tiere diesen Nährstoff beziehen? Aus Nahrungsergänzungsmitteln in ihrem Futter!____Ausserdem zeigen grosse Bevölkerungsumfragen meist, dass etwa 30–40 % der Allesesser Nahrungsergänzungsmittel einnehmen sollten, da sie nicht alle Mikronährstoffe erhalten, die sie benötigen.____Beachte ausserdem: Was die Verschwendung von Anbaufläche angeht, werden in der Schweiz mehr Getreide und Gemüse an Tiere verfüttert (die dann etwa 90 % des Nährwerts verschwenden, bevor Menschen ihn nutzen können), als Menschen selbst essen.____Es wäre also sehr einfach, 10 Millionen Menschen in der Schweiz zu ernähren, wenn die Menschen weniger ungesundes Fleisch und Milchprodukte und stattdessen mehr gesunde pflanzliche Lebensmittel essen würden.

When you get nutrients from animals, where do you think the animals got them? From plants!__The only nutrient that you cannot get from plants any more is Vitamin B12. Guess where animals get that nutrient? From supplements to their food!____Also, in large population surveys, it is usually found that about 30-40% of omnivores should be taking dietary supplements because they aren't getting all the micronutrients they need.____Also note that when it comes to wasting land, more crops grown in Switzerland are fed to animals (which then waste about 90% of the nutritional value before humans can get it) than humans eat.____So it would be very easy to feed 10 million people in Switzerland, if people would eat less unhealthy meat and dairy and eat more healthy plants instead.

dario giandeini
Dario Giandeini
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Es ist in Ordnung, wenn es Provokationen gibt. Aber wenn eine Provokation von Thesen ausgeht, die von vornherein zum Scheitern verurteilt sind, dann sind wir an der Grenze – ja, sogar jenseits der Grenze. Eine Volksabstimmung, die eindeutig abgelehnt wird, kostet sehr viel und bindet Ressourcen, die für etwas Wichtigeres genutzt werden könnten.__Die Politisierung der Ernährung, die im Wesentlichen ein kultureller Faktor ist, könnte man der Rechten zuschreiben, während sie hier von der Linken «ideologisiert» wird, die davon auf keinen Fall profitieren wird, ganz im Gegenteil!__Die Ernährung entwickelt sich so weiter, wie sich die Länder weiterentwickeln. Neue Trends kommen mit der Migration und werden mehr oder weniger gut akzeptiert und verbreitet. Dem Staat das Mandat zu erteilen, zu regeln, was auf den Teller kommt, ist undenkbar und undemokratisch. Wenn eines der Ziele darin besteht, die ökologische Nachhaltigkeit zu verbessern, wird dies nicht durch das Vorantreiben eines einzigen Themas geschehen, sondern durch die Verknüpfung mehrerer Elemente.__Die Zubetonierung, die der Landwirtschaft fruchtbares Land raubt, muss aus Gründen der Kohärenz zusammen mit einer Neudefinition der Anbauqualität bekämpft werden. Auch eine Sensibilisierung der breiten Masse wird ausserhalb einer Gruppe, die mit Slogans kommuniziert, keinen Erfolg haben. Im Gegenteil, wir erleben eine weitere Polarisierung zwischen denen, die Slogans brüllen, und denen, die es vorziehen, selbst Verantwortung dafür zu übernehmen, was sie essen. __Der Staat muss seine Aufgabe wahrnehmen und die Grundlagen schaffen, damit eine Ernährungskultur wachsen kann, und auf keinen Fall vorschreiben, was wer anbauen oder essen darf.

Va bene che ci siano provocazioni. Ma quando una provocazione che parte da tesi perdenti in partenza, siamo ai limiti, anzi fuori limiti. Una votazione popolare che sarà nettamente rigettata costa moltissimo e ruba risorse utili per qualcosa di più importante.__Politicizzare l'alimentazione, che è un fattore essenzialmente culturale potrebbe essere attribuibile alla destra, mentre qui viene "ideologizzato" dalla sinistra, che non ne trarrà in nessun caso beneficio, anzi!__L'alimentazione evolve come evolvono i paesi. Nuovi trend arrivano con la migrazione e sono più o meno bene accettati e diffusi. Dare mandato allo stato di regolamentare cosa mettere nel piatto è impensabile e antidemocratico. Se uno degli obiettivi è quello di migliorare la sostenibilità ambientale, non sarà spingendo un solo tema, ma associando più elementi.__La cementificazione, che rapina l'agricoltura di terreni fertili deve essere combattuta, per coerenza, assieme alla ridefinizione di qualità delle colture. Nemmeno una sensibilizzazione della massa, al di fuori di un gruppo che comunica per slogan avrà successo. Anzi, assistiamo ad una ulteriore polarizzazione tra chi urla slogan e chi invece preferisce assumersi la responsabilità di cosa mangia. __Lo stato deve fare lo stato e creare il substrato per far crescere la cultura per l'alimentazione e in nessun caso regolamentare cosa chi può coltivare o mangiare.

M
mrch6003
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@Dario Giandeini

Der Staat bestimmt bereits heute, was wir essen, indem er jährlich 12'000'000'000 CHF für Subventionen an die Tierhaltung und nur 3'000'000'000 CHF für den Pflanzenbau ausgibt. ____Ich stimme zu, dass Lebensmittel nicht politisiert werden sollten. Es sollte eine rationale Diskussion darüber geben, was am gesündesten, kostengünstigsten und ökologisch nachhaltigsten ist. Doch all diese Überlegungen sprechen dafür, deutlich weniger tierische Produkte zu essen, weshalb die Tierhaltungslobby jeden, der diese Argumente vorbringt, als radikalen veganen Spinner brandmarkt.

The state is already deciding what we eat by spending CHF12 billion a year on subsidies to animal agriculture and only CHF 3 billion on plant agriculture. ____I agree that food should not be politicised. There should a rational discussion about what is most healthy, most cost effective and most environmentally sustainable to eat. But all those considerations point to eating much less animal products, so the animal agriculture lobby goes to war on anyone making these points as radical vegan lunatics.

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

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