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Geld

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Über Geld spricht man nicht. Wir aber machen heute genau das: Ein Blick ins Portemonnaie der Schweizerinnen und Schweizer.

Herzliche Grüsse aus Bern

E-Collecting
Keystone

Die Pandemie macht Demokratien das Leben schwer. Gibt es Alternativen zur klassischen Unterschriftensammlung?

Initiative, Referendum, Petition. In der Schweiz haben wir verschiedene Möglichkeiten, uns aktiv in die Demokratie einzumischen. Bei all diesen Instrumenten geht es darum, möglichst viele Unterschriften für ein Anliegen zu sammeln. Doch Corona scheint die klassischen Möglichkeiten nun auszubremsen.

Mein Kollege Renat Kuenzi geht in seinem Artikel der Frage nach, ob Corona in verschiedenen Weltregionen das E-Collecting befeuert. Darunter versteht man die Sammlung von Unterschriften auf digitalem Weg. Meist sind dies unverbindliche Petitionen, die so zustande kommen.

Folgende Schlussfolgerung scheint zumindest für den europäischen Raum weiterhin gültig zu sein: Je verbindlicher ein Volksbegehren – Initiativen oder Referenden – umso eher kommt dietraditionelle, analoge Unterschriftensammlungzum Einsatz.

Behinderte
© Keystone/Martial Trezzini

Bleiben wir gleich noch bei der Demokratie. In Genf kommt eine interessante Vorlage vors Stimmvolk.

Inklusion heisst das Stichwort. Im Kanton Genf stimmt die Bevölkerung am Sonntag über das Stimmrecht für alle ab. Das Anliegen mag logisch erscheinen. Ist es aber nicht. Bis jetzt bleiben nämlich Menschen mit gewissen Beeinträchtigungen von der politischen Teilnahme ausgeschlossen.

Die Abstimmung ist eine Premiere in der Schweiz. Rund 15’000 Personen, die wegen geistigen und psychischen Beeinträchtigungen unter Beistandschaft stehen, sind bisher von der Teilnahme an Abstimmungen und Wahlen ausgeschlossen, wie Renat Kuenzi schreibt.

Die Behindertenorganisationen in der Schweiz wittern nun Morgenluft und hoffen auf einen Türöffner-Effekt. Sie hoffen, nach einem Ja könnten weitere Kantone oder sogar die Schweiz dem Beispiel folgen. Denn gemäss Experten verstösst die Schweiz mit der gegenwärtigen Praxis sogar gegen Völkerrecht und die eigene Verfassung.

Mehr

Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Renat Kuenzi

Sollen auch Menschen mit schwerer Behinderung abstimmen und wählen dürfen?

Genf ist der erste Schweizer Kanton, der den Ausschluss dieser Gruppe von den politischen Rechten aufheben will. Zum Artikel Genferinnen und Genfer stimmen über Behinderten-Gleichstellung ab

3 Kommentare
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Geld
© Kerystone / Ti-press

Wofür geben die Schweizerinnen und Schweizer ihr hart verdientes Geld aus?

10’114 Franken: So viel Einkommen hat ein durchschnittlicher Haushalt in der Schweiz pro Monat zur Verfügung. Wofür wird das Geld eingesetzt? Gemäss dem Artikel meines Kollegen Mischa Stünzi vor allem für Wohnen, Steuern, Sozialversicherungen und Mobilität.

Wobei gesagt werden muss, dass längst nicht alle ein so grosses Haushaltseinkommen haben. Rund 60% aller Haushalte müssen den Gürtel enger schnallen als «Familie Durchschnitt». Das bedeutet auch, dass sie weniger als die durchschnittlich1589 Franken pro Monat zur Seite legen können – wenn überhaupt etwas.

Auffällig bei der neusten Statistik ist, dass heutzutage ein immer geringerer Anteil des Bruttoeinkommens für Lebensmittel ausgegeben wird. Heute sind es noch 7,3%. Damit befindet sich die Schweiz im Einklang mit den meisten Ländern.

Ein Paar
Rachel Engeli

Bleiben wir gleich noch beim Thema Geld. Oder eher dort, wo es an Geld fehlt.

Verschuldung – ein Thema, das uns alle treffen kann. Plötzlich ist der Job weg, eine Beziehung geht in die Brüche, ein gesundheitlicher Schicksalsschlag. Da kann es schnell gehen, und man ist für einige Zeit auf fremdes Geld angewiesen.

Schulden machen aber ist einfacher als Schulden wieder loswerden. Diese Erfahrung musste auch Fabienne Menna machen. Sie gründete eine Selbsthilfegruppe, zusammen mit einem Mann – drei Jahre später waren sie verheiratet.

Mit ihrem Verein «Siidefade» wollen die beiden nun Menschen helfen, die in die Armutsfalle getappt sind. Gemäss einem Artikel in der Limmattaler Zeitung verbindet das Paar nun Menschen, die Hilfe benötigen, mit Menschen, die helfen wollen. Dazu haben sie eine Aktion für Weihnachtsgeschenke für Armutsbetroffene lanciert.

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